Bauanleitung Roboter

Roboter sind mobile oder stationäre Maschinen, die programmiert sind und dadurch bestimmte Funktionen haben oder gewisse Aufgaben erledigen. Der Begriff selbst hat seine Wurzeln in der Science-Fiction-Literatur und die beiden Tschechen Josef und Karel Čapek prägten diesen Begriff Anfang des 20. Jahrhunderts. Abgeleitet von dem slawischen Wort robota für Arbeit bezeichneten sie in erster Linie künstliche, menschenähnliche Arbeiter als Roboter. Heute finden sich Roboter in vielen unterschiedlichen Formen und Bereichen, beispielsweise als Maschinen und Anlagen in der industriellen Fertigung. Aber auch im Alltag spielen Roboter eine Rolle. So gibt es beispielsweise Roboter in Form von Staubsaugern, die eigenständig durch die Wohnung fahren, Staub und Krümel aufsaugen und zum Aufladen dann wieder in ihre Aufladestation zurückkehren.

Bauanleitung RoboterAus technischer Sicht verbindet ein Roboter die drei Disziplinen Mechanik, Elektrotechnik und Informatik miteinander. Dabei baut sich ein Roboter im Wesentlichen aus vier Bestandteilen auf. Dies ist zum einen das mechanische Gestell samt Getriebe und zum anderen die Steuerung. Außerdem ist ein Roboter mit Sensoren und mit Aktoren ausgestattet. Die Sensoren erfassen die Umgebung, durch die Aktoren kann der Roboter innerhalb der erfassten Umgebung agieren. Unterschieden werden Roboter dabei grundsätzlich in autonome und ferngesteuerte Roboter. Einen komplexen und funktionsfähigen Roboter selbst zu bauen, ist nicht ganz so einfach, denn hierzu muss zumindest Grundlagenwissen in den Bereichen Mechatronik und Informatik vorhanden sein.

Anders ist dies bei den sogenannten Vibrobots. Vibrobots sind kleine Roboter, die sich durch Vibration bewegen. Eine Möglichkeit, einen solchen Miniroboter auf Basis einer Zahnbürste selbst zu bauen, erklärt diese Bauanleitung:

Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Vibrobot aus einem Fahrradlicht zu bauen und hier die Bauanleitung dazu.

 

Bauanleitung für einen kleinen Roboter

Für diese Variante des Miniroboters werden ein batteriebetriebenes Fahrradlicht mit Ein- und Ausschalter und die Vibrationseinheit eines Handys benötigt. Die Komponenten werden zusammengelötet und anschließend wandert der Miniroboter leuchtend und vibrierend über beispielsweise den Schreibtisch. Die Vorgehensweise beim Bau gestaltet sich wie folgt:

1.) Zunächst muss die Vibrationseinheit aus einem ausgemusterten Handy ausgebaut werden. Die meisten Mobiltelefon lassen sich recht einfach mit einem Schraubenzieher auseinanderbauen. Die Vibrationseinheit ist üblicherweise in einem separaten Einlass untergebracht und besteht aus einem kleinen Kästchen mit zwei Kontakten und einem runden Drehkörper. Diese Einheit wird nun vorsichtig ausgebaut. Vorsicht ist dabei vor allem bei den Kontakten geboten, denn diese werden später verlötet.

2.) Als nächstes ist das Fahrradlicht an der Reihe. Dieses muss so umgebaut werden, dass die Vibrationseinheit darin untergebracht werden kann. Dazu wird das Fahrradlicht geöffnet und die Platine wird entfernt. In den meisten Fällen ist die Platine festgeschraubt und kann daher entsprechend einfach ausgebaut werden. Außerdem wird noch eine der Leuchtdioden entfernt. Die Kontakte müssen dabei aber erhalten bleiben, denn sie werden für die Verbindung mit der Vibrationseinheit benötigt.

3.) Jetzt kann der Miniroboter auch schon zusammengebaut werden. Dazu wird die Vibrationseinheit vorsichtig dort eingesetzt, wo vorher die Platine und die Leuchtdiode untergebracht waren. Dann werden die Kontakte der Vibrationseinheit an die Kontakte der Leuchtdiode gelötet.

4.) Jetzt müssen nur noch die Batterien eingesetzt und das Gehäuse des Fahrradlichts wieder verschlossen werden. Wenn alles richtig gemacht wurde, setzt sich der Vibrobot nach dem Einschalten vibrierend und leuchtend in Bewegung.