Bauanleitung Einfamilienhaus

Ein Einfamilienhaus ist ein Wohnhaus, das prinzipiell für eine Familie konzipiert ist, wobei Familie in diesem Fall eine Gruppe von Menschen meint, die einen gemeinsamen Haushalt führen. Anders als beispielsweise ein größeres Mietshaus, das in Wohnungen für mehrere Parteien aufgeteilt ist, enthält ein Einfamilienhaus nur eine Wohneinheit und damit auch nur eine sogenannte Nutzungseinheit. Nun ist ein Einfamilienhaus für viele Menschen der Inbegriff von einem Eigenheim und manch einer möchte sich diesen Wunschtraum erfüllen. Allerdings ist der Bau oder Kauf eines Eigenheims eine Entscheidung, die wohldurchdacht und kalkuliert sein möchte.

Und hier noch ein Video, das zeigt, wie ein Einfamilienhaus nach und nach entsteht.

Die wenigsten Bauherren dürften über ausreichend Kapital verfügen, um den Grundstückskauf, den Bau und Innenausbau des Hauses sowie die Einrichtung und alle weiteren anfallenden Kosten komplett aus eigener Tasche zu finanzieren. Dementsprechend ist dann eine Baufinanzierung erforderlich. Diese wird meist über viele Jahre abgeschlossen und sehr wichtig ist, die Baufinanzierung so zu gestalten, dass sie tatsächlich auch über die gesamte Laufzeit bezahlbar bleibt. Schließlich bringt auch das schönste Einfamilienhaus letztlich nicht viel, wenn der Bauherr die monatlichen Darlehensraten nicht mehr aufbringen kann.

Ein typischer Fehler, den viele Bauherren machen, ist übrigens auch, die Eigenleistung viel zu hoch anzusetzen. Natürlich möchten viele Bauherren an ihrem Traumhaus mitarbeiten und die eine oder andere Maßnahme selbst erledigen. Ein ganzes Haus werden vermutlich nur die wenigsten Heimwerker selbst bauen können, denn kaum jemand dürfte über all das notwendige Fachwissen und Können verfügen, das beispielsweise als Maurer, Tischler, Dachdecker, Installateur und Elektriker bei einem Hausbau erforderlich ist. Insofern gibt es vermutlich auch kaum eine Bauanleitung für ein Einfamilienhaus, die sämtliche Abläufe vom ersten Spatenstich bis zur endgültigen Fertigstellung umfasst.

Dies ist auch deshalb kaum möglich, als dass je nach Standort des Hauses unterschiedliche baurechtliche Bestimmungen eingehalten werden müssen. Zumindest einige Arbeiten, beispielsweise das Einbringen der Dämmung, Malerarbeiten oder das Verlegen von Fliesen und Bodenbelägen, kann der Bauherr und Heimwerker aber durchaus auch selbst durchführen. Durch die Eigenleistung kann der Bauherr später zurecht behaupten, er habe sein Haus zumindest teilweise selbst gebaut und zweifelsohne kann er auch Kosten einsparen.

Allerdings darf der Heimwerker den Zeitfaktor nicht unterschätzen. Selbst wenn der Heimwerker ausreichend Erfahrung hat und ähnlich schnell arbeiten kann wie ein Profi, kann der Heimwerker üblicherweise nur nach Feierabend, an den Wochenenden und während seines Urlaubs auf der Baustelle arbeiten. Hinzu kommt, dass diese Dauerbelastung während der Bauphase viel Kraft und Energie kostet.

 

Die unterschiedlichen Typen von Einfamilienhäusern

1.) Bevor der Heimwerker und künftige Bauherr nach Bauanleitungen für sein Einfamilienhaus sucht und das Internet, Fachzeitschriften oder Bücher nach Ideen und Anregungen für die Durchführung bestimmter Arbeitsschritte und die Gestaltung seines künftigen Wohnraumes durchforstet, sollte er sich zunächst einmal überlegen, was für ein Haus es überhaupt werden soll.

2.) In diesem Zusammenhang sind wiederum zwei Fragen von entscheidender Bedeutung, nämlich zum einen, was für ein Haus sich der Bauherr für sich und seine Familie wünscht, und zum anderen, welches Haus in seinem Budget liegt. Die am weitesten verbreiteten Typen von Einfamilienhäusern sind das freistehende Einfamilienhaus, die Doppelhaushälfte und das Reihenhaus. Zudem gliedern sich Einfamilienhäuser in mehrgeschossige Häuser und in Bungalows.

3.) Weitere Unterschiede gibt es im Hinblick auf die Konstruktion und die verwendeten Materialien sowie auf den Energiestandard. So gibt es beispielsweise Holzhäuser, Häuser in Massivbauweise, Fertighäuser, Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser. Eine Möglichkeit, um die Baukosten etwas zu senken, besteht dabei darin, eine sogenannte Einliegerwohnung in das Haus zu integrieren.

4.) Meist befindet sich eine Einliegerwohnung im Keller oder im Erdgeschoss des Hauses, teilweise verfügt sie über einen separaten Eingang. Durch die Einliegerwohnung kann der Bauherr einen Teil der Wohnfläche vermieten und die Mieteinnahmen in die Finanzierung einfließen lassen.