Bauanleitung Windmühle

Windmühlen waren einst nicht nur wichtige Bauwerke, die beispielsweise zum Mahlen von Getreide, als Ölmühlen, als Sägewerke, als Schöpfwerke oder als Pumpwerke verwendet wurden. Ihre charakteristische Optik mit den Flügeln, die sich durch Wind zu drehen beginnen, macht Windmühlen auch zu optisch sehr interessanten und dekorativen Objekten.

Einige eindruckvolle Windmühlen finden sich beispielsweise hier:

In kleinem Format sind die hübschen Bauwerke auch eine beliebte Dekoration im Garten oder auf der Terrasse. Eine Windmühle originalgetreu nachzubauen, deren Flügel sind dann auch noch drehen, ist jedoch recht aufwändig. Zudem passt eine rustikal anmutende Windmühle nicht unbedingt in jeden Garten und trifft auch nicht jedermanns Geschmack. Wir haben uns daher eine Windmühle ausgedacht, die schlicht und modern gestaltet ist, durch ihre Bauart aber viel Raum für eigene Kreativität lässt. So kann die Windmühle in schlichter Form beispielsweise farbig gestrichen oder mit Mosaiksteinen beklebt werden und erhält so eine ganz besondere, individuelle Optik.

 

Materialliste für die Windmühle

  • 1 Holzplatte 50 x 50 x 2cm als Grundplatte
  • 1 Holzplatte, 10 x 10 x 2cm als Deckel
  • 4 Holzplatten, 100 x 50 x 2cm als Seitenteile
  • 1 Leiste, 150 x 4 x 2cm als Flügel
  • 2 Leisten, 73 x 4 x 2cm als Flügel
  • 2 Holzplatten, 12 x 12 x 1cm als Enden der Flügel
  • 1 5cm langes Stück Rohr, 1 8cm langes Stück Gewindestab und 2 Hutmuttern
  • Holzdübel, Holzleim, Kleber, Holzschrauben, Winkel

 

Bauanleitung für die Windmühle

1. Schritt: den Korpus bauen

a.) Der Korpus der Windmühle besteht aus vier Seitenteilen, die an die Grundplatte und den Deckel angelegt werden. Dazu werden zunächst die Kanten der Grund- und der Deckelplatte angeschrägt. Zudem werden die Platten für die Seitenteile zugeschnitten. Die 50cm lange Kante an der Unterseite bleibt erhalten, nach oben hin verfügen sich die Seitenteile auf 10cm. Wenn alle Teile zugeschnitten und die Schnittkanten etwas abgeschliffen sind, kann der Korpus zusammengesetzt werden. Die Verbindungen werden dabei mit Holzleim gearbeitet. Wer möchte, kann den Korpus zusätzlich mit kleinen Winkel verstärken, die auf der Innenseite angebracht werden.

b.) Bevor das letzte Seitenteil montiert wird, wird hier aber erst die Halterung für die Flügel vorbereitet. Dazu erhält das Seitenteil ein Loch, in das das Rohrstück eingeklebt wird. Durch das Rohr wird das Gewindestabstück geschoben und auf der Rückseite mit einer Hutmutter gesichert. Dann kann auch das letzte Seitenteil montiert und der Korpus so geschlossen werden.

 

Windmühle Bauanleitung zum selber bauen

 

2. Schritt: die Flügel anfertigen

Jetzt werden die Flügel der Windmühle gebaut. Dazu werden zuerst Einschnitte in die Enden der Leisten geschnitten, die die Flügel ergeben. Die Einkerbungen werden 2cm breit und 3cm tief gearbeitet. Aus den beiden 12 x 12cm großen Holzplatten werden die Enden der Flügel angefertigt. Dazu werden die Holzplatten zuerst diagonal zersägt, so dass sich jeweils zwei Dreiecke ergeben. Die obere Spitze der Dreiecke wird dann abgeschnitten. Dabei hat die obere Kante eine Länge von 6cm. Die Enden der Flügel werden anschließend in die Einkerbungen in den Flügelleisten eingeleimt. Als nächstes werden die beiden Flügel mithilfe von Holzdübeln und Holzleim miteinander verbunden. Die Mitte der Flügelkonstruktion wird nun ebenfalls mit einem Loch versehen, das minimal größer gearbeitet wird als der Durchmesser des Rohrs. Dann werden die Flügel über das Rohr geschoben und auf der Vorderseite mit einer Hutmutter fixiert. Damit ist die Windmühle im Prinzip fertig. Wer möchte, kann sie nun individuell ausgestalten und ihr so den letzten Feinschliff geben.