Ein großer Garten macht zwar verhältnismäßig viel Arbeit, eignet sich aber hervorragend dazu, um Feste zu feiern, sich im Sommer zu sonnen und zu entspannen und bietet Kindern einen tollen Ort, an dem sie sicher und ausgelassen spielen können. Nun ist aber nicht jeder Garten mit einer befestigten Fläche ausgestattet, auf der bei beispielsweise einem Gartenfest die Bänke und Tische, der Grill oder ein Buffet aufgestellt werden können. Abhilfe in diesem Fall kann eine Holzterrasse schaffen. Das Besondere an der Terrasse in der folgenden Bauanleitung ist, dass die Holzterrasse als Podest gebaut wird, das an beliebiger Stelle positioniert werden kann. Nach dem Fest, wenn die Terrasse nicht benötigt wird oder im Winter, kann das Podest dann einfach entfernt und verstaut werden.
Baut der Heimwerker mehrere solcher Podeste, kann er sie zudem zu einer Holzterrasse in der Form zusammenstellen, die gerade gewünscht wird und am praktischsten ist. Dabei eignet sich die Holzterrasse aber natürlich nicht nur als Podest bei Gartenfesten, sondern genauso als beispielsweise Spielfläche für Kinder, als Stellfläche für die Sonnenliege und den Sonnenschirm oder als variable Umrandung für den Swimmingpool.
Für eine Holzterrasse mit 200cm langen Seiten, die als etwa 22cm hohes Podest gebaut wird, werden benötigt:
Für die Grundkonstruktion der Holzterrasse werden zunächst die beiden 200cm langen Balken und zwei der 180cm langen Balken zu einem Rahmen verbunden. In diesem Rahmen werden anschließend die beiden anderen 180cm langen Balken als zusätzliche Streben befestigt. Als Stützstreben werden danach die 53,5cm langen Balkenstücke in den Rahmen montiert. Die Verbindungen erfolgen dabei jeweils mithilfe von Metallwinkeln und Holzschrauben aus rostfreiem Edelstahl.
Nun fehlen noch die Füße der Holzterrasse. Diese bestehen aus einem 10er Holzbalken, der in 10cm hohe Klötze gesägt wird. Die Füße werden anschließend gleichmäßig verteilt mithilfe von langen Schrauben an dem Rahmen befestigt.
Als Belag für die Holzterrasse werden die 16 200cm langen Bretter verwendet. Diese werden auf die Grundkonstruktion geschraubt. Dazu wird das erste Brett so montiert, dass es bündig mit dem Rahmen abschließt. Die folgenden Bretter werden dann mit einer jeweils 0,5cm breiten Fuge verschraubt. Das letzte Brett schließt dann wieder bündig mit dem Rahmen ab. Fixiert werden die Bretter mit jeweils zwei nebeneinander liegenden Schrauben überall dort, wo die Bretter auf den langen Balken aufliegen. Das bedeutet, jedes Brett wird mit insgesamt 8 Schrauben befestigt.

Die erste Holzterrasse ist damit fertig und kann an der gewünschten Stelle im Garten positioniert werden. Wer möchte, kann nun in der gleichen Art und Weise weitere Podeste bauen. Diese können dann zu einer großen Holzterrasse in der benötigten und gewünschten Form zusammengestellt werden, beispielsweise als langer Steg, als große quadratische Fläche oder, wie in der Grafik zu sehen, in versetzter Form.
Wer die Terrasse dauerhaft an einer Stelle haben möchte, baut sie nicht als Podest, sondern mit einer festen Unterkonstruktion aus Gehwegplatten und Kanthölzern. Ein Betonfundament ist dafür nicht nötig. Hier die komplette Anleitung dazu – samt Übersicht, welches Holz sich für den Belag wirklich eignet.
Eine Terrasse kann unterschiedlich gebaut und mit verschiedenen Materialien belegt werden. Anders als bei einem Terrassenbelag aus Naturstein oder Fliesen benötigt eine Holzterrasse aber weder ein Betonfundament noch ein Bett aus Magerbeton. Stattdessen wird bei einer Holzterrasse eine Unterkonstruktion gebaut, die üblicherweise aus Gehwegplatten und Kanthölzern besteht. Wichtig bei einer Holzterrasse ist jedoch, das richtige Holz für den Belag auszuwählen. Das Holz sollte hart, widerstandsfähig und regenunempfindlich sein, damit die Terrasse auch ohne umfangreiche Nachbehandlungen viele Jahre lang überdauert.
Besonders gut geeignet für eine Holzterrasse sind Hölzer wie Sibirische Lärche, Douglasie, kesseldruckimprägnierte Fichte, als Thermoholz behandelte nordische Fichte oder Bangkirai. Zu beachten ist allerdings, dass Hölzer ein unterschiedliches Quell- und Schwindverhalten aufweisen können. Aus diesem Grund sollten für die Unterkonstruktion und den Belag immer die gleichen Holzarten verwendet werden. Eine Terrasse baut sich dann aus mehreren Schichten auf. Auf dem Untergrund wird ein Wurzelvlies verlegt, darauf folgen Bodenplatten, dann Balken als Unterkonstruktion und zum Schluss die Belaghölzer, die die eigentliche Terrassenfläche darstellen.

Zuerst wird die Fläche für die Terrasse abgesteckt und der Untergrund vorbereitet. Handelt es sich um einen gewachsenen Boden, reicht es in aller Regel aus, Unkraut und Steine zu entfernen, Unebenheiten aufzufüllen und die Fläche zu verdichten. Ist der Boden nur aufgeschüttet, sollte zunächst ein etwa 30cm tiefes Bett ausgehoben werden. Dieses wird dann mit einer Schotter-, einer Splitt- und einer Sandschicht aufgefüllt, die jeweils verdichtet werden. Die vorbereitete Fläche wird dann mit einem Wurzelvlies abgedeckt. Das Wurzelvlies verhindert, dass Unkraut durch die Fugen in der Terrasse wächst.
Auf das Wurzelvlies werden nun beispielsweise Gehwegplatten ausgelegt, die als Fundament dienen. Auf den Platten werden dann 80mm breite Balken ausgelegt, die als Tragebalken die Unterkonstruktion bilden. Die Balkenhöhe hängt davon ab, wie hoch die Unterkonstruktion werden soll, üblicherweise werden 120mm bis 200mm hohe Balken angeboten. Die Tragebalken werden so auf den Platten ausgelegt, dass die erste und die letzte Balkenreihe bündig mit den Bodenplatten abschließen, die anderen Balkenreihen werden mittig auf den Bodenplatten verlegt. Sinnvoll dabei ist aber, die erste und die letzte Balkenreihe doppelt zu legen, denn dadurch müssen die Dielen später nicht unmittelbar an den Endkanten verschraubt werden, was zu Rissen führen könnte. Die Abstände zwischen den Balken richten sich nach der Stärke der Belaghölzer. Als grobe Richtlinie gilt, dass die Abstände in Zentimetern etwa doppelt so groß sein sollten wie die Stärke der Dielen in Millimetern. Sind die Dielen beispielsweise 30mm stark, sollten die Abstände zwischen den Balken also etwa 60cm betragen.
Jetzt werden die Belaghölzer verlegt. Dabei werden die Bretter immer vorgebohrt und die Bohrlöcher mit einem sogenannten Versenker nachgearbeitet. Die Dielen erhalten überall dort, wo sie auf den Tragebalken aufliegen, zwei nebeneinander liegende Löcher. Anschließend werden die Dielen mit 10mm breiten Fugen auf der Unterkonstruktion ausgelegt und verschraubt. Damit die Fugen gleichmäßig werden, sollten Abstandshölzchen oder Keile verwendet werden, die nach dem Verschrauben wieder entfernt werden. Verschraubt werden die Dielen mit Senkholzschrauben aus rostfreiem Edelstahl. Wichtig dabei ist, die Schrauben sauber einzudrehen, damit sie später nicht überstehen.
Wie der Bau einer Terrasse aussieht, zeigt dieses Video.
https://www.bauplan-bauanleitung.de/haus/bauanleitung-holzterrasse/