Nicht alle Vögel verbringen den Winter in wärmeren Gefilden. Die Vögel, die zurückbleiben, haben es aber oft schwer, genügend Futter zu finden, wenn die Landschaften von einer dicken Schnee- und Eisschicht bedeckt sind. Hier kann der Heimwerker Abhilfe schaffen, indem er ein Vogelhaus als Futterstation baut. Von einem solchen Vogelhäuschen profitieren aber nicht nur die Vögel, sondern auch der Heimwerker. Die Vögel bringen durch ihr Gezwitscher nämlich lebendige Abwechslung in die sonst eher trüben und tristen Wintertage. Zudem ist es sehr interessant, die Vögel aus nächster Nähe beim Fressen zu beobachten. Die nachfolgende Bauanleitung beschreibt ein Vogelhaus mit geschlossenen Seiten, wodurch die Vögel beim Fressen gleichzeitig vor beispielsweise Katzen geschützt sind. Wer die Vögel beim Fressen beobachten möchte, kann aber natürlich auch Ausschnitte in die Seiten arbeiten oder die Seiten sogar ganz weglassen.
Und wie es aussieht, wenn das Vogelhaus in Betrieb ist, ist hier zu sehen.
Das Vogelhaus wird aus 15mm starken Leimholzplatten gebaut. Davon werden benötigt:
Zunächst werden die beiden Hölzer, die die Rückwand und die Front des Vogelhauses ergeben, zugeschnitten. Bei der Rückwand werden dabei die beiden oberen Ecken als Dachschrägen entfernt. Dabei beginnen die Dachschrägen in einem Abstand von 20cm zur Unterkante. Anschließend wird in der Dachspitze ein Ausschnitt mit 2cm langen, diagonal angeordneten Seiten gearbeitet. In diesen Ausschnitt wird später die 2 x 2cm starke Leiste eingeleimt. Wenn die Rückwand zugeschnitten ist, werden die Ausschnitte auf die Frontplatte übertragen und ebenfalls ausgeschnitten. Die Frontplatte erhält aber noch eine Türöffnung. Diese ist 8cm breit, 10cm hoch und wird mittig platziert. Danach werden die Schnittkanten etwas geglättet.
Wenn die Hölzer vorbereitet sind, kann das Vogelhaus auch schon zusammengebaut werden. Dazu werden zuerst die beiden Seitenteile montiert. Sie schließen hinten und an den Unterkanten bündig mit der Bodenplatte ab. Um die Hölzer zu befestigen, werden die Außenkanten der Bodenplatte mit Holzleim versehen, die Holzplatten angedrückt und die Verbindungen zusätzlich mit Schrauben oder Nägeln verstärkt. Nach den Seitenteilen wird die Rückwand montiert. Sie schließt ebenfalls bündig mit der Bodenplatte und den Außenkanten der Seitenteile ab. Als Nächstes wird die Front eingebaut, indem dieses Holz auf der Bodenplatte zwischen die beiden Seitenteile gesetzt wird.

Das Vogelhaus ist nun schon fast fertig. Jetzt fehlt nur noch das Dach. Hierfür wird zuerst die 2cm starke Leiste in die Ausschnitte in der Rückwand und der Front eingeleimt. Anschließend werden die beiden Dachplatten aufgelegt und befestigt.
Wer möchte, kann das Vogelhaus nun noch von außen mit einer transparenten oder farbigen Holzschutzlasur streichen und etwas Dachpappe aufkleben, um das Vogelhäuschen so länger haltbar zu machen. Innen bleibt das Holz unbehandelt.
Diese Variante wird aus 2 cm starker, wasserfester Spanplatte gebaut und ist damit besonders witterungsbeständig. Materialliste und Bauschritte im Überblick.
Dieses Vogelhaus wird aus 2cm starker, wasserfester Spanplatte gebaut. Benötigt werden dabei folgende Teile:
1 40 x 30cm große Bodenplatte
1.) In dieser Bauanleitung wird ein eher schlichtes Vogelhaus gebaut, das sowohl als Futterstation als auch als Nistkasten verwendet werden kann. Das Besondere an dem Vogelhäuschen ist jedoch die integrierte Wasserstelle.

2.) Der Bau des Vogelhäuschens beginnt mit dem Zuschnitt der 30 x 30cm großen Seitenteile, die mit einer Schräge versehen werden. Die vordere Kante bleibt 30cm hoch, die hintere Kante wird auf 27cm gekürzt. Dadurch ist das Dach später geneigt und der Regen kann besser ablaufen.
3.) Wenn die Seitenteile zugeschnitten sind, kann der Zusammenbau des Vogelhäuschens beginnen. Dazu werden die Seiten an die Bodenplatte geschraubt, die an der Hinterkante bündig abschließen. Danach wird die Rückwand montiert und anschließend wird das Dach aufgelegt und verschraubt. Außerdem wird die 26 x 5cm große Platte vorne zwischen die beiden Seitenwände gesetzt. Damit ist das Häuschen dann eigentlich auch schon fertig.
4.) Jetzt wird aber noch eine Wasserstelle integriert. Hierfür wird auf der Fläche vor dem Haus ein 5cm großes Loch gebohrt. Wer keinen entsprechenden Bohraufsatz hat, kann das Loch auch mit der Stichsäge aussägen. Dazu wird ein Kreis aufgezeichnet und an den Kanten des Kreises werden mehrere Löcher gebohrt. In eines dieser Löcher kann dann das Blatt der Stichsäge eingeführt werden. In den ausgeschnittenen Kreis muss dann später nur noch eine kleine Schale mit Wasser gestellt werden.
5.) Um das Vogelhaus anbringen zu können, werden nun die beiden Befestigungsleisten an die Rückwand geschraubt. Wo das Vogelhaus befestigt wird, hängt natürlich von den örtlichen Gegebenheiten ab. Grundsätzlich sollte ein Vogelhäuschen aber hoch genug und an einem geschützten und ruhigen Platz aufgehängt werden, damit die Vögel ungestört sind. Den meisten Vögeln machen Kirchenglocken oder Verkehrslärm weniger aus, von Menschen hingegen fühlen sie sich gestört. Zudem sollte das Vogelhäuschen natürlich so platziert sein, dass es Räuber wie Katzen, Marder oder Iltisse nicht allzu leicht haben. Als Futterstation hängt das Vogelhaus im Idealfall an einer Süd- oder Ostwand, denn hier sind die Vögel Wind und Wetter am wenigsten ausgesetzt. Wird es als Nistkasten genutzt, sollte es dagegen nicht in der prallen Sonne hängen, damit sich der Innenraum nicht zu stark aufheizt; günstig ist eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten.
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