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Bauanleitung Floß

Schiffe sind Wasserfahrzeuge, die es in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen gibt, angefangen beim eleganten Segelschiff über den praktischen Transportfrachter bis hin zum luxuriösen Kreuzfahrtschiff. Eine feste gesetzliche Grenze, ab der ein Wasserfahrzeug in Deutschland als Schiff und nicht mehr als Boot gilt, gibt es allerdings nicht. Nun werden sich sicher nur die wenigsten ein echtes Schiff leisten können.

Wer dennoch die Flüsse und Seen in seiner Umgebung befahren möchte, kann sich aber mit einem selbstgebauten Floß behelfen. Für das Fahren mit einem solchen Floß ist in aller Regel kein Bootsführerschein notwendig, das Floß ist recht einfach nachzubauen und auch die Kosten halten sich im Rahmen. Ob und mit welchen Auflagen ein Floß auf einem bestimmten Gewässer fahren darf, sollte vor der ersten Fahrt bei der zuständigen Behörde geklärt werden (auf Bundeswasserstraßen beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, sonst meist bei der unteren Wasserbehörde).

 

Materialliste für das Floß

Damit das Floß tatsächlich auch genutzt werden kann, muss es genügend Auftrieb haben. In dieser Bauanleitung wird das Floß aus Fichtenhölzern mit 15cm Durchmesser gebaut. Ein Meter von trockenem Fichtenrundholz hat eine Tragfähigkeit von rund 6kg, eine 3m lange Fichtenholzstange trägt somit etwa 18kg. Zehn Stämme tragen zusammen also rund 180kg. Davon gehen noch die Querhölzer und die Deckbretter ab, die aus trockenem Holz zusammen etwa 60kg wiegen, so dass für Personen und Gepäck rund 120kg bleiben. Diese Grenze sollte nicht ausgereizt werden. Wer ein Floß bauen möchte, das bei gleicher Größe etwas mehr Gewicht verträgt, kann anstelle der Fichtenrundhölzer auch Abwasserrohre aus Kunststoff verarbeiten. Bei gleichem Durchmesser ist die Tragfähigkeit des Floßes dann doppelt so hoch. Für das Floß werden also benötigt:

  • 10 Rundhölzer aus trockener Fichte mit 15cm Durchmesser, 3m lang
  • 4 Bretter, 4 x 8 x 150cm; 1,5m ergibt die spätere Breite, da die Hölzer jedoch etwas unterschiedlich ausfallen können, sollten die Bretter etwas länger gewählt und dann auf Maß zugeschnitten werden.
  • 2,4cm starke Bretter für die 1,5m breite Oberfläche, 3m lang
  • 4 2,4 x 4,8cm Dachlatten als Aufprallschutz und Abdeckung nach Wunsch
  • Nägel oder Spax-Schrauben
Wer anstelle der Hölzer Abwasserrohre aus Kunststoff verwenden möchte, benötigt 10 3m lange Abwasserrohre, 20 passende Verschlussdeckel für die Rohre sowie 40 Rohrschellen zum Befestigen.

 

Bauanleitung für das Floß

Das Floß baut sich aus den Fichtenrundhölzern oder den Kunststoffrohren als Auftriebskörper, vier Brettern als Querhölzer sowie den 2,4cm starken Hölzern als Oberfläche auf.

 

1. Schritt: die Auftriebskörper und die Querhölzer verbinden

Zuerst werden die Rundhölzer nebeneinander positioniert. Dann werden die vier Querhölzer auf die Hölzer aufgelegt und vernagelt. Die vier Querhölzer werden dabei gleichmäßig über die Länge verteilt und jedes Rundholz wird mit zwei bis drei Nägeln befestigt. Nach dem Vernageln können Überstände dann abgelängt werden.

Wird das Floß mit Kunststoffrohren gebaut, müssen diese zuerst mit den Deckeln verschlossen werden. Hier ist eine sorgfältige Vorgehensweise sehr wichtig, denn ansonsten würden die Rohre mit Wasser volllaufen. Die Befestigung der Rohre mit den Querhölzern erfolgt mithilfe von Rohrschellen. Sind keine passenden Rohrschellen zu bekommen, ist es auch möglich, die Rohre mit U-förmigen Rohrbügeln mit Gewinde zu befestigen, die um die Rohre herumgreifen und auf den Querhölzern mit je einer Unterlegscheibe und einer Mutter gesichert werden. Die Rohre selbst dürfen dabei nicht angebohrt werden, denn durch jedes Bohrloch dringt Wasser ein. Die Muttern sollten auf den Querhölzern versenkt werden, da sie ansonsten zu sehr auftragen.

 

Bauzeichnung Floß mit Maßen zum Selberbauen
Floß Bauanleitung zum Selberbauen

 

2. Schritt: die Bretter für die Oberfläche befestigen

Wenn die Unterkonstruktion fertig ist, werden die Bretter, die die Oberfläche des Floßes bilden, aufgenagelt oder verschraubt. Auch die Bretter erhalten wieder zwei bis drei Befestigungspunkte pro Auflagestelle, wobei die Nägel oder Schrauben entsprechend versetzt zu den für die Unterkonstruktion verbauten Nägeln platziert werden müssen.

Wer möchte, kann nun noch Bretter anbringen, die um die Seiten des Floßes verlaufen und als Abdeckung sowie als Aufprallschutz dienen. Das Floß ist damit fertig und bereit für die Jungfernfahrt. Um auszuprobieren, wie sich das Floß im Wasser verhält und manövrieren lässt, sollte die erste Probefahrt aber in einem flachen Gewässer stattfinden. Zudem gilt, dass vor allem Kinder immer Schwimmwesten tragen sollten, auch dann, wenn sie eigentlich gute Schwimmer sind.

Anleitung zum Mitnehmen

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