Selbstverständlich bietet der Handel Möbel in allen erdenklichen Formen, Ausführungen, Qualitäten und Preisklassen. Ein echter Heimwerker wird sich davon aber vermutlich kaum beeindrucken lassen, sondern seine Möbel nach seinen ganz persönlichen Vorstellungen zimmern. Neben dem schönen Nebeneffekt, dass auf diese Weise dann einzigartige Designerstücke entstehen, ergibt sich durch den Selbstbau der Vorteil, dass die Möbel auch mit eher ungewöhnlichen Maßen getischlert und anschließend beispielsweise in kleinen Nischen oder unter Dachschrägen positioniert werden können. Vor allem ein Heimwerker und Hobbybastler mit noch recht wenig Erfahrung wird sich nun aber vermutlich fragen, worauf es beim Selbstbau von Möbeln ankommt und worauf es dabei zu achten gilt.

Wer selbst Möbel nach einer Bauanleitung bauen möchte, sollte sich die Bauanleitung zunächst sehr gründlich durchlesen. Dadurch kann er nämlich zum einen in Erfahrung bringen, welche Materialien und Werkzeuge er benötigt, wie der Arbeitsablauf aussieht und welche Schritte auf ihn zukommen. Zum anderen kann er abschätzen, ob er alle Arbeitsschritte alleine bewältigen kann oder ob an der einen oder anderen Stelle eine helfende Hand benötigt werden wird. Im nächsten Schritt geht es dann darum, die notwendigen Utensilien zusammenzustellen. Ob der Heimwerker mit Massivholz, mit MDF-Platten, mit Sperrholz oder mit anderen Materialien arbeiten möchte, bleibt natürlich letztlich seinem Geschmack überlassen. Verwendet er ein anderes Material als in der Bauanleitung vorgeschlagen, sollte er allerdings nicht vergessen, die Maße und Bohrungen entsprechend auf sein Material zu übertragen. Insgesamt ist außerdem sinnvoll, ein nicht allzu kompliziertes Möbelstück für die ersten Versuche auszuwählen.

Schließlich sollen beim Heimwerken nicht nur schöne und praktische Möbelstücke entstehen, sondern das handwerklich-kreative Arbeiten soll auch Spaß machen. Dabei müssen Möbelstücke, die auf einer schlichten Konstruktion beruhen, keineswegs langweilig sein oder weniger dekorativ aussehen. Ein Beispiel hierfür ist die folgende Bauanleitung für einen kleinen Couchtisch auf Rollen. Dieses Möbelstück eignet sich sehr gut für Anfänger, denn es ist einfach nachzubauen und der Heimwerker lernt gleichzeitig mehrere Arbeitsschritte kennen, die er später immer wieder brauchen wird. Dennoch ist das Möbelstück praktisch und dekorativ zugleich.

 

Materialliste für den kleinen Couchtisch auf Rollen

Für einen 50cm langen, 30cm tiefen und rund 50cm hohen Tisch werden folgende Materialien benötigt:

  • 2 Holzplatten 50 x 30 x 1,5cm groß
  • 3 Holzplatten 48 x 30 x 1,5cm groß
  • 4 kleine Möbelrollen
  • Holzleim
  • Schrauben
  • Stichsäge, Bohrmaschine / Akkuschrauber, Schleifpapier

Bauanleitung für den Couchtisch

1.) Die einzelnen Teile der Couchtisches werden ineinander gesteckt, mit Holzleim fixiert und mit zusätzlichen Schrauben gesichert. Grundsätzlich würde der Couchtisch aber auch ohne Leim und Schrauben halten. Wer ihn also einfach nur zusammensteckt, kann ihn bei Bedarf jederzeit auch wieder abbauen.

2.) Im 1. und 2. Schritt werden nun die Einzelteile vorbereitet. Die drei 48cm hohen Holzplatten ergeben die Seitenteile und die Mittelstrebe des Tisches und werden später in die Boden- und die Tischplatte gesteckt. Diese Teilen werden so zugeschnitten, dass jeweils an der Oberseite und der Unterseite eine Art Feder verbleibt. Dazu wird an der rechten und der linken Kante jeweils 1,5cm nach unten und 6cm nach innen gemessen und die entstandenen Rechtecke werden anschließend mit der Stichsäge weggeschnitten. Die beiden anderen Holzplatten werden mit jeweils drei Aussparungen versehen. Eine dieser Aussparungen wird genau in der Brettmitte platziert, die beiden Aussparungen jeweils 3cm von den Außenkanten entfernt.

Couchtisch selber bauen

 

3.) Danach werden die Schnittkanten mit dem Schleifpapier geglättet und dann können die Eintelteile auch schon zum Tisch zusammengesteckt werden. Für eine dauerhafte Verbindung wird hierbei mit Holzleim gearbeitet, zudem sorgen Schrauben, die vorsichtig von der Unterseite aus eingeschraubt werden, für zusätzliche Stabilität. Wenn der Holzleim ausgehärtet ist, können noch die Rollen montiert werden und wer möchte, kann den Couchtisch nun noch farbig lackieren oder mit einer transparenten Schutzschicht überziehen.