Wer regelmäßig größere Mengen Kaminholz ofenfertig vorbereitet, weiß einen Holzspalter als Hilfsmittel sicherlich zu schätzen. Ein Holzspalter spaltet, wie der Name bereits nahelegt, Holz. Damit geht die Arbeit nicht nur schneller, sondern auch wesentlich leichter. Allerdings sind leistungsfähige Holzspalter verhältnismäßig teuer, so dass der eine oder andere Heimwerker sicher mit dem Gedanken spielen könnte, den Holzspalter zum Selbstbauprojekt zu erklären, um dann beispielsweise so arbeiten zu können:

Insgesamt ist es aber nicht ganz so einfach, einen Holzspalter selber zu bauen. Zu den Grundvoraussetzungen für ein solches Projekt gehören handwerkliche und technische Kenntnisse, denn beim Bau eines Holzspalters wird nicht nur geschraubt, sondern beispielsweise auch gedreht und geschweißt. Hinzu kommt, dass Kenntnisse im Bereich Mathematik und Hydraulik vorhanden sein müssen. Nicht zu vergessen sind außerdem die Sicherheitsaspekte, denn die großen Kräfte, mit denen ein Holzspalter arbeitet, können zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen, wenn der Holzspalter unsachgemäß auf- und zusammengebaut oder eingesetzt wird. Ähnlich umfangreich wie die theoretischen und praktischen Grundlagen ist dann auch die Materialliste für einen Holzspalter. So werden beispielsweise ein Doppel-T-Träger als Grundgerüst und ein Hydraulikzylinder benötigt.

Als Hydraulikzylinder kommt zum Beispiel ein Bauteil mit 10cm Durchmesser und einem Hub von 40cm von einem Hochofen in Frage. Ebenfalls auf der Materialliste steht ein separates Hydraulikaggregat, das aus einem 9 KW starken Elektromotor mit 1400 Umdrehungen pro Minute, einem Hydrauliköltank und einer Hydraulikpumpe mit 19ccm pro Umdrehung aufgebaut sein kann. Bei einer Belastung des hydraulischen Steuerventils von bis zu 400 Bar und einem Durchfluss von 70 Litern pro Minute, würde der Holzspalter bei einer Einstellung auf 210 Bar eine Kraft von rund 15 Tonnen erreichen. Diese 15 Tonnen würden ausreichen, um gerade, maximal mitteldicke Stämme ohne Äste zu spalten. Mit dicken oder nicht gerade gewachsenen Stämmen wäre der Holzspalter hingegen überfordert.

Verglichen mit dem Sicherheitsrisiko sowie dem Arbeits- und dem Kostenaufwand für einen selbstgebauten Holzspalter, lohnt sich der Kauf eines neuen oder gebrauchten Holzspalter daher in vielen Fällen eher.

Bei überwiegend dünnen Stämmen oder kleinen Mengen Kaminholz ist es außerdem ohnehin sinnvoller, die Kettensäge oder die Axt anstelle eines Holzspalters einzusetzen. Um sich diese Arbeit zu erleichtern, wird üblicherweise ein Sägebock verwendet. Diesen allerdings muss der Heimwerker nicht fertig kaufen, denn einen stabilen Sägebock kann sich der Heimwerker auch selbst bauen. Wie dies geht, erklärt die folgende Bauanleitung.

 

Materialliste für einen Sägebock

Gebaut wird der Sägebock aus 7 x 5cm starken Buche- oder Fichtenrahmen. Benötigt werden dabei:

  • 8 100cm lange Rahmen als Füße
  • 4 80cm lange Rahmen als Querhölzer
  • 2 75cm lange Rahmen als Sicherungshölzer
  • 4 12cm lange Bolzen mit 12mm Durchmesser
  • 8 Unterlegscheiben M12 und 4 Muttern M12
  • 20 Holzschrauben

 

Bauanleitung für den Sägebock

1. Schritt: die Füße zuschneiden und vorbohren

Damit der Sägebock stabil und sicher steht, werden zunächst die Füße abgeschrägt. Dazu wird eine der unteren Ecken um 4cm nach oben versetzt. Anschließend werden die Füße mit Bohrungen versehen. Jeder Rahmen erhält eine Bohrung mit einem Durchmesser von 12mm, die 25cm von der Oberkante entfernt platziert wird.

 

Sägebock Bauanleitung zum selber bauen

 

2. Schritt: den Sägebock montieren

Jetzt werden zuerst die vier Beingestelle zusammengebaut. Dazu werden jeweils zwei Rahmenhölzer mithilfe eines Bolzens, zwei Unterlegscheiben und einer Mutter miteinander verbunden. Die vier Beingestelle werden danach mit den Querhölzern verschraubt. Die Abstände zwischen den beiden Beinpaaren beträgt dabei jeweils 15cm und das untere Querholz wird 10cm von der Unterkante entfernt montiert. Das obere Querholz verläuft unterhalb der Stelle, an der sich die Rahmenhölzer kreuzen. Zum Schluss werden dann noch die beiden 75cm langen Leisten an den Unterkanten der Stirnseiten befestigt. Diese beiden Hölzern verhindern, dass der Sägebock auseinanderrutschen kann.