Die Dampflok ist eine mit Hilfe von Wasserdampf angetriebene Lokomotive, die in den meisten Fällen mit einem Dampferzeuger und Kolbendampfmaschinen ausgestattet ist. Dabei spielt die Dampflok eine maßgebliche Rolle in der Geschichte des Schienenverkehrs, denn die Dampflok war das erste selbst fahrende, maschinell angetriebene und bis in die Mitte das 20. Jahrhunderts gleichzeitig wichtigste Schienenfahrzeug. Ihre Vormachtsstellung büßte die Dampflok erst ein, als neue, moderne Antriebstechnologien entwickelt wurden.

Nach und nach wurde die Dampflok dann von Diesel- und Elektrotriebfahrzeugen abgelöst, die nicht nur einen besseren Wirkungsgrad haben, sondern auch einen deutlich geringeren Bedienungs- Wartungs- und Reparaturaufwand erfordern. Für Nostalgiefans ist die Dampflok aber nach wie vor oft das Maß aller Dinge und es ist in der Tat beeindruckend, eine Dampflok live zu erleben.

Nun sind aber nicht nur Eisenbahnfans von alten Dampfloks beigeistert, sondern auch Kinder finden diese sehr spannend, beispielsweise wenn eine Dampflok im örtlichen Bahnhof gastiert hat. Eine richtige Dampflok nachzubauen, ist recht schwierig und fällt eher in den Zuständigkeitsbereich von passionierten Modelleisenbahnbauern. Eine einfache Dampflok hingegen, so wie sie in der folgenden Bauanleitung beschrieben ist, ist recht einfach nachzubauen und da sich diese Dampflok dann auch tatsächlich als Spielzeug eignet, kann der Hobby-Tischler seinem Kind oder Enkel eine echte Freude machen.

 

Materialliste für die Dampflok

  • 1 1cm starke Sperrholzplatte, 12 x 6cm groß, als Bodenplatte
  • 1 Holzklotz aus einem 6 x 6cm Kantholz, 8cm lang als Maschinenkörper
  • 2 0,6cm starke Sperrholzplatten, 9 x 4cm groß als Seitenteile des Führerhauses
  • 1 0,6cm starkes Stück Sperrholzplatte, etwa 6 x 3cm groß als Führerhausfront
  • 1 0,6cm starke Sperrholzplatte, 9 x 6cm groß als Rückwand des Führerhauses
  • 1 0,6cm starke Sperrholzplatte, 4,5 x 6,5cm groß als Dach
  • 1 Stück Rundholz mit 3cm Durchmesser, 6cm lang, als Dampfrohr
  • 1 Stück Rundholz mit 2cm Durchmesser, 8cm lang, als Dampfrohr
  • 1 1cm starke Holzscheibe mit 3,5cm Durchmesser als Dampfrohrdeckel
  • 1 1cm starke Holzscheibe mit 2,5cm Durchmesser als Dampfrohrdeckel
  • 4 Leistenstücke, 2 x 2 x 4cm als Achslager
  • 4 Rundholzstäbe oder Dübel mit 0,5cm Durchmesser, 9,5cm lang, als Achsen
  • 6 1,5cm starke Holzscheiben mit 2cm Durchmesser als Räder
  • 2 1,5cm starke Holzscheiben mit 3,5cm Durchmesser als große Räder
  • Holzleim

 

Bauanleitung für die Dampflok

1. Schritt: den Maschinenkörper anfertigen

Der Maschinenkörper bei dieser Dampflok besteht aus dem 8cm langen 6er Kantholz, das in der oberen Hälfte abgerundet wird. Dies gelingt am besten, wenn der grobe Vorschnitt mit einer Handsäge und der Feinschliff dann mit Raspel, Feile und Schleifpapier erfolgen. Der Maschinenkörper erhält auf der Oberseite aber noch zwei Bohrungen für die Dampfrohre. Diese Bohrungen werden einem 3cm und einmal 2cm groß und jeweils 1cm tief gebohrt.

 

Dampflok Bauzeichnung zum selber nachbauen

 

2. Schritt: die Dampflok verleimen

Wenn der Maschinenkörper fertig ist, ist der Hauptteil der Arbeit geschafft und die Dampflok kann verleimt werden. Zuerst wird dazu der Maschinenkörper vollflächig auf die Bodenplatte geleimt. Dann werden die beiden Seitenteile und die Rückwand des Führerhauses ebenfalls zusammengesetzt und auf die Bodenplatte geleimt. Zum Schluss werden dann die Front und das Dach des Führerhauses montiert und die beiden Dampfrohre und deren Abdeckungen in die Löcher auf der Maschinenkörperoberseite eingeleimt.

 

3. Schritt: die Achsen herstellen und die Räder montieren

Damit die Dampflok bewegt werden kann, braucht sie natürlich noch Räder. Dafür werden zuerst die 4cm langen Leistenstücke vollständig durchbohrt. Dann werden die 9,5cm langen Hölzer oder Dübel durch die Leisten geschoben. Als nächstes werden die Scheiben für die Löcher mit 1cm tiefen Bohrungen versehen. Die kleineren Räder werden dabei exakt mittig gebohrt, bei den beiden größeren Rädern wird die Bohrung nach oben versetzt, damit die Räder später alle auf der gleichen Höhe abschließen. Dann werden die Räder auf die Achsen geleimt und mithilfe der Achslager auf der Unterseite der Dampflok befestigt.

Zum Schluss kann die Dampflok noch farbig gestaltet werden und nach dem Trocknen ist sie bereit für ihre erste Probefahrt.