Ein Wohnhaus ist, wie die Bezeichnung bereits nahelegt, ein Gebäude, das zu Wohnzwecken errichtet wird. Dabei gibt es Wohnhäuser in unterschiedlichen Ausführungen, beispielsweise als Einfamilienhaus oder als Mehrfamilienhaus und als freistehendes Haus, als Doppelhaushälfte, als Reihenhaus oder als Komplex aus mehreren Gebäuden. Zudem unterscheiden sich Wohnhäuser nach dem Energiestandard, nach der Art, wie sie konstruiert sind und danach, aus welchen Materialien sie hauptsächlich errichtet wurden. So wird unter anderem zwischen dem Massivbau und der Skelettbauweise sowie zwischen dem Mauerwerksbau und dem Holzbau unterschieden.

Nun wird wohl aber kaum ein Heimwerker in der Lage sein, ein komplettes Wohnhaus selbst zu bauen. Allerdings bezieht sich die Bezeichnung Wohnhaus auch nicht ausschließlich nur auf Wohnhäuser für Menschen. Auch Häuser oder Behausungen, in denen Tiere oder Spielzeuge wie Puppen und Kuscheltiere untergebracht sind, können im erweiterten Sinne als Wohnhaus bezeichnet werden. Bevor der Heimwerker darüber nachdenkt, ein richtiges Haus für sich und seine Familie zu bauen, kann er sich daher zunächst auch an einem Wohnhaus in kleinerem Format versuchen. Die nachfolgende Bauanleitung beschreibt ein solches Projekt, und zwar konkret ein kleinformatiges Wohnhaus als Hundehütte für den Garten.

 

Materialliste für das Mini-Wohnhaus

Dieses Haus, das außen insgesamt 60cm breit, 60cm tief und rund 70cm hoch ist, wird aus 2cm starken und 10cm hohen Brettern gebaut. Selbstverständlich kann das Haus aber auch größer oder kleiner gebaut werden. Dazu muss dann nur die Materialliste entsprechend abgeändert werden, die Vorgehensweise beim Bauen bleibt gleich. Für das Haus in dieser Größe werden benötigt:

  • 26 Bretter, 60cm lang
  • 8 Bretter, 70cm lang
  • 1 Leiste, 2 x 2 x 60cm
  • 1 OSB-Platte, 70 x 70cm groß
  • Dachpappe für eine rund 0,5qm2 große Fläche
  • Holzschrauben oder Nägel

 

Bauanleitung für das Wohnhaus im kleinen Format

1. Schritt: die Bretter für die Wände zuschneiden

Die Bretter für die Außenwände werden mit Ausschnitten versehen und durch die Ausschnitte können die Bretter später einfach zusammengesteckt werden. Die Ausschnitte werden beidseitig jeweils 5cm von den Außenkanten entfernt und 2cm breit sowie 2,5cm tief gearbeitet. Anschließend werden zwei Bretter exakt in der Mitte zersägt, so dass vier 5cm hohe Bretter entstehen, die jeweils bis zur Hälfte eingeschnitten sind.

 

Wohnhaus Bauzeichnung zum selber bauen

 

2. Schritt: die Bretter zusammenstecken und fixieren

Wenn alle Ausschnitte fertig sind, werden die Bretter zusammengesteckt. Dabei werden die Bretter einfach ineinander geschoben. Begonnen wird mit zwei der nur 5cm hohen Bretter, danach immer im Wechsel Bretter für die Seitenwände sowie die Hausfront und die Rückseite. Den Abschluss bilden dann wieder die zwei noch verbliebenen 5cm hohen Bretter. Um die Wände zu stabilisieren, werden dann an jeder Hauswand jeweils zwei senkrechte Bretter im Hausinneren angebracht. Da das Haus jetzt noch keine Tür hat, wird an der Hausfront nun ein entsprechender Ausschnitt angefertigt, der zwischen den beiden senkrecht angebrachten Stabilisierungsbrettern verläuft.

 

3. Schritt: das Dach montieren

Das Haus ist jetzt schon fast fertig, es fehlt nur noch das Dach. Für das Dach wird zunächst die 2cm starke Leiste an der Hausfront befestigt. Danach wird die Platte aufgelegt und verschraubt. Durch die Leiste hat das Dach eine leichte Neigung und beispielsweise Regenwasser kann besser ablaufen. Zum Schluss wird jetzt die Dachpappe auf die Dachplatte genagelt. Um das Holz vor einer vorzeitigen Verwitterung zu schützen, sollte das kleine Wohnhaus für den Vierbeiner aber noch mit einem transparenten oder farbigen Holzschutzmittel gestrichen werden.