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Bauanleitung Holzhaus

Wie die Bezeichnung bereits nahelegt, ist ein Holzhaus ein Haus, das hauptsächlich aus Holz besteht. Dabei gibt es Holzhäuser in unterschiedlichen Ausführungen, beispielsweise als Gartenhäuser, als Fertighäuser und als Wohnhäuser, die nach den individuellen Wünschen und Vorstellungen des Bauherrn entworfen werden. Neben den positiven Eigenschaften, die durch Holz als Baustoff bedingt sind, bietet ein Holzhaus den Vorteil, dass der Bauherr sein Holzhaus zumindest anteilig selber bauen kann. Zwar verfügen die wenigsten Heimwerker über das notwendige Fachwissen, um ein ganzes Haus, das den statischen und den baurechtlichen Bestimmungen entspricht, zu planen und eine entsprechende Materialliste zusammenzustellen.

Allerdings liefern die Anbieter ihre Holzhäuser in aller Regel mit einer entsprechenden Bauanleitung aus. Dadurch kann der Heimwerker dann beispielsweise die Außen- und Innenwände sowie den Dachstuhl selbst aufbauen. Durch die Eigenleistung kann der Heimwerker deutlich Kosten einsparen und außerdem sagen, dass er sein Haus tatsächlich selbst gebaut hat. Die Auswahl an Holzhäusern ist ebenso vielfältig wie die Möglichkeiten bei der Realisierung von Häusern mit Mauerwerk. Im Zusammenhang mit Holzhäusern haben sich allerdings im Wesentlichen vier Bauformen etabliert, nämlich das Blockhaus, das Haus in Holztafelbauweise, das Haus in Holzständerbauweise und das Umgebindehaus.

 

Ein Holzhaus als Blockhaus

Bauanleitung HolzhausEin Blockhaus, das auch als Blockbohlenhaus oder Blockhütte bezeichnet wird, ist ein Haus, dessen Wände aus übereinanderliegenden Baumstämmen bestehen. Unterschiede zwischen Blockhäusern ergeben sich durch die Art wie die Stämme vorbereitet und geschichtet, wie die Ecken ausgeführt, wie die Innenwände eingebunden und wie die Dachsparren aufgesattelt werden. Gebaut werden solche Blockhäuser aus

  • Baumstämmen, die zwar geschält, aber unbehauen sind. In diesem Fall wird von der sogenannten Naturstammbauweise gesprochen.
  • Balken. Diese Balken werden aus Baumstämmen hergestellt, die mithilfe eines Zimmermannsbeils behauen oder auf Wandstärke zugesägt werden.
  • profilgefrästen Baumstämmen mit Standardmaßen. Dieser moderne Blockbau ermöglicht es, die einzelnen Baumstämme in einer Art Baukastensystem übereinander zu stapeln.

Gesichert werden die Stämme und Balken entweder mit großen Holzdübeln oder mit sogenannten Passerprofilen, also passgenau gefrästen Profilen, die eine Dübelung überflüssig machen. Während die Abdichtung früher mit Moos, Leinen oder Schafwolle erfolgte, werden heute ein dauerelastisches Dichtband oder eine vielfach synthetische Dichtmasse als Dichtungsmaterial verarbeitet.

 

Ein Holzhaus in Holztafelbauweise

Die Holztafelbauweise ist die am häufigsten genutzte Bauform bei Fertighäusern aus Holz. Dabei werden die Holzkonstruktionen, die die Wände des Hauses darstellen und alle wesentlichen Einbauten enthalten, als Tafeln bezeichnet. In einem Werk werden die Tafeln, die aus dem Grundgerüst, einer Wärmedämmung, Einbauten wie beispielsweise Türen oder Fenster und einer zweiten Beplankung bestehen, vorgefertigt. Auf der Baustelle müssen die Tafeln dann nur noch zum eigentlichen Haus zusammengesetzt werden. Der wesentliche Vorteil dieser Bauweise besteht darin, dass die Bauzeit eines solchen Holzhauses nur sehr kurz ausfällt.

Vergleichbar mit dieser Vorgehensweise ist auch die sogenannte Holzrahmenbauweise. Auch hier werden die tragenden Elemente vormontiert angeliefert, allerdings sind sie maximal einseitig beplankt. Die Montage von Fenstern, Türen, der Dämmung und der zweiten Beplankung erfolgt erst auf der Baustelle.

 

Ein Holzhaus in Holzständerbauweise oder als Umgebindehaus

Die Holzständerbauweise und der Bau als Umgebindehaus sind zwei Bauformen, die heute eher selten anzutreffen sind. Die Holzständerbauweise ist eine Variante des Fachwerkbaus. Hierbei werden Holzständer verarbeitet, die das tragende System des Hauses von der Schwelle bis zum Dach darstellen und gleichzeitig die Seitenwände bilden. Mit Beginn der Industrialisierung hat die Holzständerbauweise in Mitteleuropa jedoch zunehmend an Bedeutung verloren. Im Unterschied dazu ist die Holzrahmenbauweise, eine Weiterentwicklung der Holzständerbauweise, in den USA und in Kanada bis heute weit verbreitet.

Beim Umgebindehaus handelt es sich um ein Haus, das die Blockbauweise, den Fachwerkbau und die Massivbauweise miteinander kombiniert. Besonderes Kennzeichen eines Umgebindehauses ist dabei die Trennung zwischen dem sogenannten Stubenkörper und dem Obergeschoss oder dem Dach. Ein Umgebindehaus verfügt über einen Flur im Erdgeschoss, der quer durch das Haus verläuft und den Wohnbereich vom Wirtschaftsbereich abtrennt. Während der Wohnbereich in Blockbauweise errichtet wird, werden die Ställe, Lagerräume oder Werkstätten im Wirtschaftsbereich in Massivbauweise gebaut. Verfügt das Umgebindehaus nicht über einen Wirtschaftsbereich, sondern über zwei Wohnbereiche, wird von einem Doppelstubenhaus gesprochen. Um die Blockstube im Erdgeschoss steht eine unabhängige Konstruktion aus Holzsäulen, die das Obergeschoss und das Dach trägt. Typischerweise sind die oberen Geschosse als Fachwerk gebaut, in Nordböhmen beispielsweise ist aber auch die Blockbauweise anzutreffen.

Wie es aussieht, wenn ein Holzhaus entsteht, zeigt dieses Video.

https://www.youtube.com/watch?v=PLxWKvGdodU

Anleitung zum Mitnehmen

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