Ein Gartenhaus kann unterschiedliche Funktionen haben. Gartenhäuser in großem Format können beispielsweise richtige Wohnhäuser sein, die neben einer Küchenzeile und einer Toilette auch Schlafplätze und Sitzgelegenheiten beherbergen können. Durch ein solches Gartenhaus kann der Gartenbesitzer dann nicht nur komfortabel in seinem Garten übernachten, sondern den Garten auch bei schlechtem Wetter und im Winter nutzen. Kleine Gartenhäuser hingegen dienen meist als eine Art Geräteschuppen. Hier werden dann beispielsweise Gartenmöbel, Gartengeräte und die Spielzeuge der Kinder aufbewahrt. Solche Gartenhäuser finden sich üblicherweise in Gärten, die in der unmittelbaren Nähe des Wohnhauses liegen.

Nun sind Gartenhäuser, die in erster Linie zur Aufbewahrung von Gegenständen dienen, aber vielfach optisch nicht sehr ansprechend. In der folgenden Bauanleitung wird daher ein kleines Gartenhaus beschrieben, das sich optimal in einen Garten integriert und erst auf den zweiten Blick überhaupt auffällt. Dabei klingt die Bauanleitung in der Theorie möglicherweise recht kompliziert, in der Praxis ist der Aufbau aber auch von einem wenig geübten Heimwerker ohne größere Schwierigkeiten zu realisieren.

 

Materialliste für das Gartenhaus

  • 2 Balken als Distanzbalken, 225 x 9 x 9cm
  • 2 Balken als Auflagebalken, 300 x 9 x 9cm
  • 15 Balken für den Boden, 300 x 9 x 4,5cm
  • 28 Balken als Dachsparren, 220 x 9 x 4,5cm
  • 7 Holzplatten für die Verbindungsdreiecke, 35 x 35 x 1cm
  • 17 Bretter als Bodenbelag, 225 x 14,5 x 2cm
  • etwa 12 Bretter für die Tür und die Rückwand, 225 x 14,5 x 2cm
  • 3 Gewindestangen M12, 205cm lang
  • 13 9cm lange Stücke Alurohr mit 13mm Innendurchmesser
  • 56 3cm lange Stücke Alurohr mit 13mm Innendurchmesser
  • 6 Unterlegscheiben und 6 Sechskantmuttern M12
  • 2 oder 4 Türscharniere
  • Holzschrauben aus rostfreiem Edelstahl
  • 4 Betonsteinplatten, 40 x 40cm

 

Bauanleitung für das Gartenhaus

Das Gartenhaus besteht letztlich nur aus einer Dachkonstruktion. Auf dem Boden wechseln sich die Bodenbalken und die Dachsparren ab. Am Giebel sind die Sparren jeweils mit dreieckigen Platten verbunden. Für eine stabile Verbindung sorgen durchgehende Gewindestangen, Stücke von Alurohr bewirken gleichmäßige Abstände.

 

1. Die Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion des Gartenhauses besteht aus den Betonsteinplatten, den Distanzbalken und den Auflagebalken. Auf die waagerecht ausgerichteten Betonsteinplatten werden zuerst mittig die beiden 225cm langen Balken gelegt. Im rechten Winkel dazu werden dann die beiden 300cm langen Balken positioniert. Diese Balken sitzen in einem Abstand von 22cm von den Außenkanten der Distanzbalken entfernt und stehen auf beiden Seiten 9cm über. Die ausgerichteten Balken werden dann mit Edelstahlschrauben verbunden.

 

2. Die Dachsparren und die Bodenbalken vorbohren

Die Dachsparren werden nun mit Löchern versehen, durch die später die Gewindestangen geführt werden. Dabei werden die Löcher mit einem Durchmesser von 12mm 6cm von der unteren Kante entfernt gearbeitet. Außerdem erhalten auch die beiden Auflagebalken und die Balken für den Boden jeweils beidseitig Lochungen, ebenfalls 6cm von den Außenkanten entfernt.

 

3. Die Balken miteinander verbinden

Nun werden die Dachsparren, die Bodenbalken und die Unterkonstruktion miteinander verbunden. Dazu wird die Gewindestange durch den Auflagebalken geschoben, dann wird ein 3cm langen Stück Alurohr als Distanzstücke aufgefädelt, danach folgt ein Bodenbalken, danach wieder ein Stück Alurohr und anschließend ein Dachsparren. Auf diese Weise geht es nun bis zum Ende der Seite weiter, also immer im Wechsel ein Bodenbalken und ein Dachsparren, jeweils mit 3cm langen Rohrstücken dazwischen. Sind alle Balken aufgefädelt, wird die Gewindestange auf beiden Seiten mit je einer Unterlegscheibe und einer Mutter gesichert. Die Muttern werden jetzt aber nur soweit angezogen, dass die Balken noch bewegt werden können. Die zweite Seite wird dann genauso gearbeitet.

 

Gartenhaus Bauanleitung zum selber bauen

 

4. Den oberen Dachabschluss erstellen

Nun werden die 35 x 35cm großen Holzplatten diagonal in der Mitte zersägt. Diese Dreiecke bilden die Verbindungsplatten für die Dachsparren. Die Dreiecke werden außerdem ebenfalls mit Lochungen für die Gewindestange versehen, wobei auch diese Löcher 6cm von der oberen Spitze entfernt liegen. Hilfreich ist jetzt, wenn ein Helfer zur Stelle ist, denn nun werden zum einen die Sparren verschraubt und zum anderen auf die Gewindestange aufgefädelt. Dazu werden die beiden hintersten Dachsparren aufgenommen und mithilfe eines Verbindungsdreiecks miteinander verbunden. Gleichzeitig wird die Gewindestange von der Rückseite aus durch die Verbindungsplatte geschoben. Zudem wird ein 9cm langes Stück Alurohr als Distanzstück aufgefädelt. Danach werden die beiden nächsten Dachsparren verbunden und auf die Gewindestange geschoben. So geht es nun bis zur Vorderseite weiter, jeweils im Wechsel eine Dachsparrenverbindung und ein Stück Alurohr. Auch hier wird die Gewindestange dann beidseitig mit einer Unterlegscheibe und einer Mutter gesichert. Zudem können nun auch die Muttern auf der Unterseite fest angezogen werden.

 

5. Die Bodenbretter und die Türen anbringen

Im Innenraum des Gartenhauses werden jetzt noch die Bodenbretter verlegt. Diese werden mit 0,5cm breiten Fugen ausgelegt und mit Schrauben an den Bodenbalken befestigt. Für die Türen werden die Bretter auf die entsprechende Breite geschnitten und mit je zwei senkrecht angebrachten Brettern verbunden. Soll das Gartenhaus von beiden Seiten zu öffnen sein, werden die Türen an der Front und an der Rückseite mit Scharnieren angebracht. Soll nur eine Seite zu öffnen sein, wird die Rückwand ohne Scharniere an das Gartenhaus geschraubt. An den Seiten des Gartenhauses müssen jetzt nur noch Kletterpflanzen gesetzt werden, die recht schnell wachsen und das Gartenhaus so in ein Objekt verwandeln, das auf den ersten Blick aussieht wie ein riesengroßer Strauch.