Ein Gerätehaus im Sinne eines Geräteschuppens ist ein einfaches Gebäude, das zum Lagern und Aufbewahren von Geräten, Maschinen, Fahrzeugen und anderen Gegenständen dient. Die wesentliche Funktion des Geräteschuppens oder Gerätehauses besteht darin, eine Lager- und Aufbewahrungsstätte zur Verfügung zu stellen, die die eingelagerten Gegenstände vor äußeren Einflüssen wie Regen und Schnee, aber auch beispielsweise Diebstahl schützt. Die Optik spielt üblicherweise weniger eine Rolle. Geräteschuppen im privaten Bereich finden sich vor allem im Zusammenhang mit dem Garten, denn in einem Geräteschuppen sind meist Gegenstände wie der Rasenmäher, Spaten und Hacken, Eimer und alle anderen Dinge, die für die Pflege des Gartens und des Grundstücks benötigt werden, untergebracht. Aus baurechtlicher und versicherungstechnischer Sicht gehören Geräteschuppen im Normalfall zu den Nebengebäuden und können daher in den meisten Fällen ohne eigenständige Baugenehmigung errichtet werden. In der folgenden Bauanleitung wird nun eine Idee vorgestellt, wie der Gartenbesitzer und Heimwerker sein Gerätehaus recht einfach selber bauen kann.

Materialliste für ein Gerätehaus

In diesem Beispiel ist das Gerätehaus 2,5m x 1,8m groß und 2,2m hoch. Wird das Gerätehaus größer oder kleiner gebaut, muss die Materialliste entsprechend angepasst werden.

  • 10 Balken, 10 x 10 x 220cm ab Bodenkante, als senkrechte Pfosten
  • 19 Balken, 10 x 10 x 70cm, als waagerechte Pfosten
  • 1 Balken, 10 x 10 x 250cm, als hintere Auflage für das Dach
  • 4 Dachsparren, 6 x 4 x 250cm
  • OSB-Platte als Dachabdeckung
  • Dachpappe
  • 12,5cm hohe und 1,5cm starke Bretter als Außenverkleidung
  • Schrauben, Nägel und Metallwinkel
  • 2 Ladenbänder und ein Türgriff

 

Bauanleitung für das Gerätehaus

1. Schritt: das Grundgerüst bauen

Zunächst müssen die senkrechten Pfosten positioniert werden. Je nach Untergrund werden die Balken dabei mithilfe von Balkenschuhen im Boden verankert oder in ein Betonfundament gesetzt. Dies hängt aber von den örtlichen Voraussetzungen ab und muss daher im Einzelfall entschieden werden. Gleiches gilt für die Gestaltung der Bodenfläche im Gerätehaus. Die Bauanleitung beschreibt daher nur den Aufbau des eigentlichen Geräteschuppens.

Zunächst werden also die zehn Balken als senkrechte Pfosten aufgestellt. Die Abstände zwischen den Pfosten betragen jeweils 70cm. Zwischen die senkrechten Balken werden nun die 70cm langen Balkenstücke als waagrechte Pfosten montiert. Dabei werden zehn der Balken so befestigt, dass sie an den Oberkanten bündig mit den senkrechten Pfosten abschließen. Die restlichen 9 Balkenstücke werden in einer Höhe von 50cm ab Unterkante montiert. Ein Feld zwischen den senkrechten Pfosten wird dabei ausgespart, denn hier wird später die Tür angebracht.

 

Gerätehaus Bauanleitung zum selber bauen

 

2. Schritt: das Dach anfertigen

Das Dach des Gerätehauses besteht aus einem 10er Balken, den vier Dachsparren, der OSB-Platte und der Dachpappe. Der 10er Balken wird dazu auf die hinteren senkrechten und waagerechten Balken aufgelegt und verschraubt. Ein 6 x 4cm starker Dachsparren wird auf der Vorderkante des Gerätehauses montiert, die anderen drei Dachsparren werden in einem Abstand von jeweils 30cm zueinander angebracht. Durch den 10er Balken auf der Rückseite ergeben sich unterschiedliche Höhen, so dass das Dach später eine leichte Neigung hat. Die Balkenkonstruktion wird anschließend mit der OSB-Platte abgedeckt, darauf wird die Dachpappe aufgenagelt.

 

3. Schritt: die Wände verkleiden

Nun braucht das Gerätehaus nur noch Wände und eine Tür. Für die Wände werden die 12,5cm hohen Bretter von außen auf die senkrechten Pfosten geschraubt oder genagelt. Aus den gleichen Brettern wird auch die Tür angefertigt. Dazu werden die Bretter stumpf aufeinander geleimt und mit einem diagonal aufgeschraubten Brett auf der Rückseite gesichert. Befestigt wird die Tür mithilfe von Ladenbändern zwischen zwei senkrechten Pfosten.