Ferdinand Graf von Zeppelin gab Zeppelinen als Erbauer ihren Namen. Zwischen 1900 und 1940 wurden Zeppeline zum einen zur Beförderung von Personen und zum anderen für militärische Zwecke verwendet. Zeppeline sind Starrluftschiffe und waren seinerzeit so erfolgreich, dass bis heute die Bezeichnung Zeppelin oft als Synonym für alle Arten von Luftschiffen verwendet wird. Als Starrluftschiff besteht ein Zeppelin aus einem Gerippe aus Trägern und Streben, einer Außenhaut und Gaszellen. Das Gerippe bestimmt über die Form des Zeppelins, die Außenhaut macht es wetterfest. Im Inneren sorgt Traggas für den Auftrieb, wobei dieses Gas in mehrere Zellen aufgeteilt ist.

Kommt es zu einer Beschädigung, geht nur das Gas aus der beschädigten Zelle verloren, die Form des Luftschiffes bleibt jedoch erhalten. Gleichzeitig führt die Bauweise aber auch dazu, dass Zeppeline sehr schwer sind und eine bestimmte Größe nicht unterschreiten dürfen. Und so sieht ein Zeppelin aus:

Ein Zeppelin komplett selbst zu bauen, ist nicht ganz so einfach, denn damit es tatsächlich fliegt, müssen einige Punkte im Hinblick auf beispielsweise die Größe und die Form beachtet werden. Wer sich die ganze Rechnerei ersparen möchte, kann aber auf Bausätze aus dem Handel zurückgreifen. Eine andere Möglichkeit ist, ein einfaches Fluggerät zu basteln, das auf einem ähnlichen Prinzip basiert. Auch bei diesem Flugobjekt erklärt sich der Auftrieb durch ein physikalisches Gesetz, nämlich dass kalte Luft schwerer ist als warme Luft. Das Fluggerät fliegt später also, weil kalte Luft nach unten absinkt, während die zugeführte Warmluft für den Auftrieb sorgt.

 

Benötigte Materialien für das Zeppelin Fluggerät

  • 8 Bogen Seidenpapier, 50 x 35cm groß
  • 1 Bogen Seidenpapier. 50 x 50cm groß
  • Klebstoff und Klebeband
  • Schere, Lineal und Bleistift
  • Föhn

 

Bauanleitung für das Flugobjekt

1. Das Papier zuschneiden

Zuerst werden vier der 50 x 35cm großen Papierbogen zurechtgeschnitten. Bei diesen Papieren werden jeweils die rechte und die linke untere Ecke abgeschnitten, so dass eine nur noch 12cm breite Unterkante übrig bleibt. Der Schnitt an den Seitenkanten erfolgt 18cm von der Unterkante entfernt. Die oberen 17cm des Papiers bleiben somit unverändert erhalten.

 

2. Die Papiere zusammenkleben

Die Papiere werden nun zu einem Stück miteinander verbunden. Zuerst werden dazu die vier zugeschnittenen Papiere nebeneinander gelegt und zu einem breiten Streifen zusammengeklebt. Anschließend werden die vier verbliebenen 35 x 50cm breiten Papiere ebenfalls zu einem breiten Streifen zusammengeklebt und mit dem eben angefertigten Streifen verbunden. Zum Schluss wird noch das 50 x 50cm große Papier als oberstes Papier auf der rechten Seite angeklebt.

 

Zeppelin Flugobjekt Bauzeichnung

 

3. Das Flugobjekt fertig stellen

Wenn der Kleber getrocknet ist, werden die Klebekanten so geknickt, dass ein Quader mit vier gleichlangen Seiten entsteht. Um die Knicke nachzuarbeiten, können die Knickkanten vorsichtig mit dem Lineal nachgefahren werden. Dann wird die offene Seite sorgfältig verschlossen und auch der Deckel festgeklebt.

Auf der Unterseite werden die schrägen Kanten ebenfalls verschlossen, so dass nur noch eine Öffnung mit 12cm langen Kanten verbleibt. Um die Kanten und die Öffnung zu verstärken, können diese zusätzlich mit Klebeband umklebt werden.

 

4. Das Flugobjekt fliegen lassen

Um das Flugobjekt fliegen zu lassen, ist mindestens ein Helfer erforderlich. Während der Helfer das Flugobjekt festhält, pustet der Erbauer des Flugobjekts mithilfe des Föhns heiße Luft durch die Öffnung in den Innenraum des Objekts. Die warme Luft sorgt dafür, dass das Flugobjekt nach oben steigt und fliegt.