Das Räuchern dient nicht nur dazu, um Fleisch oder Fisch länger haltbar zu machen, sondern verleiht den Lebensmitteln auch das typische, besondere Räucheraroma. Nun könnte sich der Heimwerker und Räucherfan einen großen Räucherofen in seinen Garten bauen, um so seine eigenen Spezialitäten zu kreieren, beispielsweise einen geräucherten Schinken, Speck oder auch geräucherten Fisch vom letzten Angelausflug. Allerdings lohnt sich dieser Aufwand tatsächlich nur dann, wenn häufig und in größeren Mengen geräuchert wird. Wer hingegen nur gelegentlich räuchern möchte oder nur kleinere Mengen Fleisch und Fisch räuchert, kann sich mit einer etwas einfacheren Variante behelfen. Der Räucherofen, der in der folgenden Bauanleitung beschrieben wird, ist genauso effektiv wie ein großer Räucherofen, aber deutlich schneller und einfacher zu bauen. Zudem kann er beispielsweise im Geräteschuppen aufbewahrt werden, wenn er nicht benötigt wird.

Materialliste für den Räucherofen

Für diese recht einfache Variante eines Räucherofens werden benötigt:

  • Bauanleitung Räucherofenein Metallgefäß mit Deckel
  • ein Heizelement, beispielsweise von einem ausgemusterten Elektrogrill oder einem kleinen Backofen
  • ein Grillrost, der etwas kleiner ist als das Gefäß
  • eine Metallschale für das Räuchermittel
  • 8 kleine Winkel
  • ein Stück Blech und ein Griff
  • 2 Scharniere
  • ein Metallröhrchen als Schutzummantelung für das Kabel des Heizelementes
  • Ofensilikon

 

Bauanleitung für den Räucherofen

Räucherofen Bauanleitung selber bauen

 

1.) Der Bau des Räucherofens ist recht einfach und geht verhältnismäßig schnell. Zuerst wird ein Loch in das Gefäß gebohrt, durch das das Kabel des Heizelements geführt wird. Dieses Loch wird möglichst nah am Boden des Gefäßes gearbeitet. Dann wird das Heizelement in das Metallgefäß gestellt. Das Heizelement muss nicht befestigt werden. Dies ist deshalb auch vorteilhaft, weil das Heizelement so problemlos ausgetauscht werden kann, falls es irgendwann defekt sein sollte. Um das Kabel des Heizelementes vor der Hitze, die in dem Gefäß entsteht, zu schützen, wird es mit dem kleinen Metallröhrchen ummantelt. Mithilfe von Ofensilikon wird das Kabelloch dann abgedichtet, so dass hier kein Rauch entweichen kann.

2.) Unmittelbar über dem Heizelement werden vier kleine Metallwinkel angebracht. Diese Winkel dienen als Auflage und Halterungen für die Metallschale, die beim Räuchern mit dem Räuchermittel befüllt wird. Die Metallschale muss recht nah über dem Heizelement positioniert werden, damit sich die gewünschten Raucharomen entwickeln können.

3.) Etwas unterhalb der Oberkante werden vier weitere Winkel befestigt. Diese Winkel bilden die Halterungen für den Grillrost, auf dem später das Fleisch oder die Fische liegen werden. Im Grunde genommen ist die Grundvariante damit auch schon fertig. Für eine etwas komfortablere Ausführung wird das Metallgefäß mit einer kleinen Tür ausgestattet. Durch dieses Türchen kann später die Schale mit dem Räuchermittel entnommen, ausgeleert und wieder befüllt werden, ohne dass jedes Mal der Grillrost abgebaut werden muss.

4.) Für das Türchen wird ein Loch in der entsprechenden Höhe und der notwendigen Größe aus dem Gefäß geschnitten. Als Tür wird dann ein Stück Blech verwendet, das rundum etwa 3cm größer sein sollte als der Ausschnitt. Dieses größere Format ist erforderlich, damit möglichst kein Rauch durch die Öffnung entweichen kann. Das Blech wird dann mithilfe von zwei Scharnieren an dem Räucherofen befestigt und mit einem Griff ausgestattet.

Und wie das Räuchern von Forellen funktioniert, zeigt dieses Video.