Eine Terrasse kann unterschiedlich gebaut und mit verschiedenen Materialien belegt werden. Anders als bei einem Terrassenbelag aus Naturstein oder Fliesen benötigt eine Holzterrasse aber weder ein Betonfundament noch ein Bett aus Magerbeton. Stattdessen wird bei einer Holzterrasse eine Unterkonstruktion gebaut, die üblicherweise aus Gehwegplatten und Kanthölzern besteht. Wichtig bei einer Holzterrasse ist jedoch, das richtige Holz für den Belag auszuwählen. Das Holz sollte hart, widerstandsfähig und regenunempfindlich sein, damit die Terrasse auch ohne umfangreiche Nachbehandlungen viele Jahre lang überdauert.

Besonders gut geeignet für eine Holzterrasse sind Hölzer wie Sibirische Lärche, Douglasie, kesseldruckimprägnierte Fichte, als Thermoholz behandelte nordische Fichte oder Bangkirai. Zu beachten gilt allerdings, dass Hölzer ein unterschiedliches Quell- und Schwindverhalten aufweisen können. Aus diesem Grund sollten für die Unterkonstruktion und den Belag immer die gleichen Holzarten verwendet werden. Eine Terrasse baut sich dann aus mehreren Schichten auf. Auf dem Untergrund wird ein Wurzelvlies verlegt, darauf folgen Bodenplatten, dann Balken als Unterkonstruktion und zum Schluss die Belaghölzer, die die eigentliche Terrassenfläche darstellen.

 

Bauzeichnung Terasse zum selber bauen

 

Bauanleitung für eine Terrasse

1. Schritt: die Fläche vorbereiten

Bauanleitung TerrasseZuerst wird die Fläche für die Terrasse abgesteckt und der Untergrund vorbereitet. Handelt es sich um einen gewachsenen Boden, reicht es in aller Regel aus, Unkraut und Steine zu entfernen, Unebenheiten aufzufüllen und die Fläche zu verdichten. Ist der Boden nur aufgeschüttet, sollte zunächst ein etwa 30cm tiefes Bett ausgehoben werden. Dieses wird dann mit einer Schotter-, einer Splitt- und einer Sandschicht aufgefüllt, die jeweils verdichtet werden. Die vorbereitete Fläche wird dann mit einem Wurzelvlies abgedeckt. Das Wurzelvlies verhindert, dass Unkraut durch die Fugen in der Terrasse wächst.

 

2. Schritt: die Unterkonstruktion bauen

Auf das Wurzelvlies werden nun beispielsweise Gehwegplatten ausgelegt, die als Fundament dienen. Auf den Platten werden dann 80mm breite Balken ausgelegt, die als Tragebalken die Unterkonstruktion bilden. Die Balkenhöhe hängt davon ab, wie hoch die Unterkonstruktion werden soll, üblicherweise werden 120mm bis 200mm hohe Balken angeboten. Die Tragebalken werden so auf den Platten ausgelegt, dass die erste und die letzte Balkenreihe bündig mit den Bodenplatten abschließen, die anderen Balkenreihen werden mittig auf den Bodenplatten verlegt. Sinnvoll dabei ist aber, die erste und die letzte Balkenreihe doppelt zu legen, denn dadurch müssen die Dielen später nicht unmittelbar an den Endkanten verschraubt werden, was zu Rissen führen könnte. Die Abstände zwischen den Balken richten sich nach der Stärke der Belaghölzer. Als grobe Richtlinie gilt, dass die Abstände in Zentimetern etwa doppelt so breit sein sollten wie die Breite der Dielen in Millimeter. Sind die Dielen beispielsweise 30mm breit, sollten die Abstände zwischen den Balken also etwa 60cm betragen.

 

3. Schritt: die Belaghölzer verlegen

Jetzt werden die Belaghölzer verlegt. Dabei werden die Bretter immer vorgebohrt und die Bohrlöcher mit einem sogenannten Versenker nachgearbeitet. Die Dielen erhalten überall dort, wo sie auf den Tragebalken aufliegen, zwei nebeneinander liegende Löcher. Anschließend werden die Dielen mit 10mm breiten Fugen auf der Unterkonstruktion ausgelegt und verschraubt. Damit die Fugen gleichmäßig werden, sollten Abstandshölzchen oder Keile verwendet werden, die nach dem Verschrauben wieder entfernt werden. Verschraubt werden die Dielen mit Senkholzschrauben aus rostfreiem Edelstahl. Wichtig dabei ist, die Schrauben sauber einzudrehen, damit sie später nicht überstehen.

Und wie der Bau einer Terrasse aussieht, zeigt dieses Video.