Die meisten Hundehalter sind mächtig stolz, wenn ihre Hündin Nachwuchs bekommt. Es ist in der Tat auch faszinierend, zu beobachten, wie schnell sich die kleinen Hundewelpen entwickeln und spätestens bei den ersten tapsigen Laufversuchen ist die viele Arbeit, die die kleinen Racker mit sich bringen, schnell vergessen. Bevor mit den Welpen gespielt und getobt werden kann, muss aber zunächst eine Hundewurfkiste vorhanden sein. Eine solche Wurfbox zu bauen, ist nicht schwer und sollte auch einem eher wenig geübten Heimwerker problemlos gelingen. Ein positiver Nebeneffekt bei einer selbstgebauten Hundewurfkiste ist, dass diese deutlich kostengünstiger ausfällt als eine fertig gekaufte. Zudem ist die Hündin dabei, wenn ihre Wurfkiste gebaut wird, so dass die Chancen steigen, dass sie diese auch tatsächlich nutzt.

Und so sieht es aus, wenn die Hundewurfkiste in Betrieb ist:

Dennoch sollte der Hundehalter nicht enttäuscht sein, wenn sich die Hündin doch für einen anderen Platz entscheidet. Eine Hündin verbringt die ersten Tage zusammen mit ihren Welpen und wählt den Platz daher sehr sorgsam aus. Selbst wenn die Hündin also während der Trächtigkeit immer wieder in der Wurfbox gelegen hat, kann es sein, dass sie sich letztlich doch für einen anderen Ort entscheidet.

Die folgende Bauanleitung ist eine Art Grundanleitung für den Bau einer Hundewurfkiste. In unserem Beispiel hat die Wurfbox eine Liegefläche von 100 x 100cm und eignet sich damit für mittelgroße bis größere Hunde. Bei einer großen Hündin sollte die Box entsprechend größer gebaut werden. Ist die Hündin klein, reicht eine kleinere Box und hier ist vor allem wichtig, den Einstieg entsprechend anzupassen.

 

Materialliste für die Hundewurfkiste

In dieser Bauanleitung wird die Hundewurfkiste aus 2cm starken Leimholzplatten gebaut, genauso können aber auch beispielsweise OSB-, MDF- oder Sperrholzplatten verwendet werden. Für eine Hundewurfkiste mit 100 x 100cm großer Liegefläche und 50cm hohen Seitenwänden werden benötigt.

  • 1 Bodenplatte, 100 x 100cm groß
  • 1 Rückwand, 104 x 50cm groß
  • 2 Seitenwände, 100 x 50cm groß
  • 1 Vorderwand, 104 x 25cm groß
  • 2 5 x 5cm starke Kanthölzer als Füße, 100cm lang
  • 2 5 x 5cm starke Kanthölzer als Füße, 90cm lang
  • 3cm starke Styroporplatten
  • dünne Folie oder Müllsäcke
  • Kunstrasen oder Decken als Belag
  • Holzdübel und Holzleim
  • Holzschutzlack für Kinderspielzeug
  • evt. Filzgleiter

 

Bauanleitung für die Hundewurfkiste

1. Schritt: die Hundewurfkiste zusammenbauen

In dieser Bauanleitung werden alle Verbindungen mit Holzleim und Holzdübeln hergestellt, auf Schrauben und Winkel wird verzichtet. Dies hat den Hintergrund, dass sich so weder die Hündin noch die Welpen an den Schraubköpfen verletzen können. Grundsätzlich kann die Hundewurfkiste aber auch verschraubt werden. In diesem Fall sollte jedoch nur von den Außenseiten aus geschraubt und entsprechend sorgsam gearbeitet werden.

Zuerst erhält die Hundewurfkiste nun ihre Füße. Hierfür werden die 5er Kanthölzer vollflächig auf die Bodenplatte geleimt, so dass die Füße bündig mit der Bodenplatte abschließen. Wer möchte, kann zum Schutz des Bodens Filzgleiter auf die Kanthölzer aufkleben. Dann werden erst die Seitenteile und danach die Rückwand und die Frontplatte montiert. Hierfür werden Dübellöcher vorgebohrt, die Holzdübel eingeschlagen, die Kanten mit Holzleim versehen und die Holzplatten zusammengedrückt.

 

Hundewurfkiste Bauanleitung zum selber bauen

 

2. Schritt: die Hundewurfkiste lackieren und einrichten

Um das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen und sicherzustellen, dass die Hundewurfkiste richtig gereinigt werden kann, wird die Box nun innen und außen zweimal mit Holzschutzlack gestrichen. Dabei sollte ein Lack verwendet werden, der spiel- und speichelecht ist und keine bedenklichen Inhaltsstoffe enthält.

Wenn die Lackierung getrocknet ist, kann die Hundewurfkiste eingerichtet werden. Dazu wird der Boden mit den Styroporplatten ausgelegt, darauf wird eine Lage Folie gelegt. Der Styropor dient als wärmende Dämmschicht, die Folie verhindert, dass sich die Platten mit Feuchtigkeit vollsaugen. Zudem kann die Folie jederzeit feucht ausgewischt oder auch erneuert werden, ohne dass auch die Styroporplatten ausgetauscht werden müssen. Die Folie wird dann mit Kunstrasen oder Decken abgedeckt.

Aufgestellt werden sollte die Hundewurfkiste an einer Stelle, an der es warm und ruhig, an der die Hündin aber auch nicht zu weit weg von Herrchen und Frauchen ist.