Der Begriff Bunker hat unterschiedliche Bedeutungen. Während er in der Soldatensprache für Gefängnis und im Gefängnis für Einzelhaft steht, bezeichnet er im Golfsport eine Vertiefung, die üblicherweise mit Sand aufgefüllt ist und den Parcours interessanter und schwieriger macht. Daneben werden Hohlräume im Bergbau, große Kraftstoffbehälter in der Schifffahrt und große Behälter im Zusammenhang mit der Energietechnik, beispielsweise zur Lagerung von Holzpellets, als Bunker bezeichnet. Bunker heißt im Straßenslang aber auch das Versteck, in dem Dealer Drogenvorräte bunkern, um bei einem Zugriff durch die Polizei nur Mengen am Körper zu tragen, die noch als Eigenbedarf deklariert werden können.

Die meisten verbinden mit dem Begriff Bunker jedoch sicherlich in erster Linie Verteidigungs- und Schutzanlagen, die für militärische oder zivile Zwecke konzipiert sind. Grundsätzlich handelt es sich bei solchen Bunkern um massive, explosionsgeschützte Bauwerke, die in Hoch- und Tiefbunker unterschieden werden. Hochbunker finden sich vor allem in Städten und können beispielsweise als Turm oder als normales Wohnhaus getarnt sein. Tiefbunker hingegen werden überwiegend in ländlichen Regionen errichtet, in der Neuzeit vor allem als Atomschutzbunker. Solche Bunker sollen ein Überleben bei einem atomaren Angriff sicherstellen, weshalb sie hermetisch abgedichtet, mit speziellen Luftfilter- und Lüftungsanlagen sowie einer eigenen Strom- und Wasserversorgung ausgestattet und mit großen Lebensmittelvorräten bestückt sind.

Nun werden vermutlich die wenigsten auf die Idee kommen, sich ihren eigenen echten Bunker im Garten zu bauen. Anders hingegen ist dies bei Fans von Fantasy-, Military- und Abenteuerspielen oder auch bei Modellanlagenbauern, die eine Modellanlage wie beispielsweise diese hier betreiben:

Ein Modell von einem Bunker zu bauen, das täuschend echt aussieht, ist dabei gar nicht so schwer und es werden auch nur wenige Materialien benötigt. Die folgende Bauanleitung erklärt, wie es geht.

 

Für einen selbstgebauten Bunker werden benötigt:

  • Verpackungsmaterial aus Pappe oder Styropor, beispielsweise von einem Elektrogerät oder auch für den Transport von Getränken
  • 1 Bodenplatte aus Pappe oder dünnem Holz
  • Mattschwarze, graue und braune Farbe zum Bemalen
  • Klebstoff und Klebeband
  • Dekorationsmaterialien wie Sand, Moss, Gräser, Bäume und Sträucher
  • Zahnstocher, wenn das Dach abnehmbar sein soll

 

Bauanleitung für den Bunker

Bauanleitung BunkerDie Basis für den Bunker bildet Verpackungsmaterial aus Pappe oder Styropor, das beispielsweise bei Elektrogeräten verwendet wird und verhindern soll, dass diese beim Transport beschädigt werden. Genauso eignen sich aber auch die Papp- oder Styroportabletts, die beim Transport von mehreren Getränken zum Einsatz kommen. Gebaut wird der Bunker nun wie folgt:

1.) Sofern das verwendete Material einen Rand hat, wird dieser zuerst abgeschnitten. Dann wird vorsichtig ein Eingang ausgeschnitten. Dieser Ausschnitt wird aber noch benötigt. Deshalb wird dieser Ausschnitt wieder angeklebt, indem er auf einer Seite innen im Bunker mit einem Stück Klebestreifen befestigt wird. Dadurch kann der Eingang nun geöffnet und verschlossen werden.

2.) Der Bunker wird jetzt auf eine Platte aus Karton oder dünnem Holz geklebt. Dann geht es mit dem Anmalen weiter. Dafür wird der Bunker zuerst mit mattschwarzer Farbe grundiert. Wenn die Farbe getrocknet ist, werden die graue und die braune Farbe aufgetragen. Diese werden aber nicht vollflächig aufgebracht, sondern nur leicht aufgebürstet. Dadurch erhält der Bunker dann eine stein- oder felsartige Optik.

3.) Wer den Bunker mit einem abnehmbaren Dach ausstatten möchte, schneidet den Bunker jetzt im oberen Viertel ab. In die Ecken werden dann, je nach Größe, Zahnstocher oder Schaschlikstäbe eingeklebt, die als Stützen und Stabilisatoren dienen. Die Stützen müssen daher so eingeklebt werden, dass sie so weit herausstehen, wie der Deckel abgeschnitten wurde.

4.) Zum Schluss folgt noch der Feinschliff. Das bedeutet, die Fläche um den Bunker und der Bunker selbst werden stellenweise mit Klebstoff versehen. Auf die Klebeflächen kann dann beispielsweise Sand gestreut oder es können Moos, unterschiedliche Gräser, Bäume oder Sträucher festgeklebt werden.