Der Begriff Buggy stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie verrückt, kann aber auch von dem Wort bug für Käfer oder Wanze abgeleitet werden. Dabei werden unterschiedliche Fahrzeuge als Buggy bezeichnet. Zum einen sind Buggys kleine, geländegängige Autos, meist handelt es sich um Umbauten von VW Käfern. Zum anderen werden kleine, offene Fahrzeuge mit Straßenzulassung als Buggys bezeichnet, wobei diese auch als Straßenkarts bekannt sind. Buggys heißen aber auch Pferdewagen mit einer oder zwei Achsen und die Fahrzeuge, die zum Transport von Golfspielern auf Golfplätzen zum Einsatz kommen.

Kite-Buggys hingegen sind Gefährte mit drei Rädern. Sie verfügen über ein lenkbares Vorderrad und eine breite, starre Hinterachse und werden mithilfe von Lenkdrachen angetrieben und gefahren. Übrigens gibt es auch ein Lied, in dem der Buggy besungen wird, nämlich dieses:

Die meisten dürften bei dem Wort Buggy aber zuerst an einen Kinderwagen für Kleinkinder denken. In einem solchen Kinderwagen sitzen die Kinder und in aller Regel kann ein Buggy zusammengeklappt werden. In der folgenden Bauanleitung geht es ebenfalls um einen solchen Buggy, allerdings ist dieser nicht für den Transport von Kindern gedacht, sondern als Spielzeug, mit dem die Puppenmuttis eine Spazierfahrt mit ihren Puppenkindern unternehmen können.

 

Materialliste für den Puppenbuggy

  • 2 3 x 2cm starke Holzleisten, 70cm lang
  • 2 3 x 2cm starke Holzleisten, 37cm lang
  • 2 1,5 x 0,2cm starke Metallleisten, 33,5cm lang
  • 4 Rundholzstäbe mit 2cm Durchmesser, 30cm lang
  • 8 1,2cm starke Holzscheiben als Räder mit 12cm Durchmesser; alternativ können auch Kunststoffräder verwendet werden
  • 4 Stücke Alustab als Achsen mit passenden Unterlegscheiben und Sechskantmuttern
  • Holzschrauben
  • Stoff für den Sitz

 

Bauanleitung für den Buggy

1. Schritt: die Bohrungen in den Leisten arbeiten

Im ersten Arbeitsschritt werden die Leisten mit Bohrungen versehen. Die 70cm langen Leisten erhalten dabei jeweils drei Schraublöcher und drei Löcher, in die später die Rundstäbe eingeschoben werden. Die Bohrungen für die Verschraubungen befinden sich bei 32cm, 61cm und 68cm, die Bohrungen mit 2cm Durchmesser für die Rundstäbe bei 2cm, 17cm und 51cm. Die 37cm langen Leisten erhalten jeweils drei Schraublöcher und ein Loch für den Rundstab. Das Loch für den Rundstab wird bei 22cm platziert, die Löcher für die Schraubverbindungen werden bei 2cm, 28cm und 35cm gearbeitet. Wer möchte, kann die Enden der Leisten außerdem abrunden.

 

Buggy Bauanleitung zum selber bauen

 

2. Schritt: das Gestell zusammenbauen

Jetzt werden die beiden Seitenteile des Buggys zusammengebaut. Dazu werden jeweils eine lange und eine kurze Leiste so übereinander gelegt und verschraubt, dass das erste Schraubloch der kurzen Leiste auf dem ersten Schraubloch der langen Leiste aufliegt. Außerdem werden die beiden Leisten mit einer Metallleiste fixiert. Hierfür werden die beiden vorletzten Löcher der Leisten verwendet, wobei die Metallleiste an einem Ende auf der Außen- und am anderen Ende auf der Innenseite befestigt wird. Anstelle einer Metallleiste könnte aber genauso auch eine dünne Holzleiste verwendet werden.

 

3. Schritt: die Räder montieren

Nun können auch schon die Räder montiert werden. Dazu wird jeweils ein Stück Alustab als Achse durch das letzte Loch geschoben. Auf die Achsen wird dann beidseitig je eine Unterlegscheibe und ein Rad gesteckt, die Sicherung erfolgt durch eine Sechskantmutter.

 

4. Schritt: den Sitz und den Griff anbringen

Der Buggy ist nun schon fast fertig. Als Griff wird jetzt einer der Rundstäbe in die obersten Löcher der langen Leisten eingeleimt. Während der Holzleim aushärtet, wird der Stoff für den Sitz genäht. Dieser wird mit 3 Tunnel ausgestattet, je ein Tunnel an den Kanten und ein Tunnel etwa in der Mitte. Die Tunnel müssen so breit sein, dass die Rundstäbe gerade so hindurchgeschoben werden können. Dann werden die Rundstäbe in den Stoff eingeschoben und die Rundstäbe in die dafür vorgesehenen Löcher in den Leisten gefädelt.