Ein Kitebuggy ist ein Fahrzeug mit üblicherweise drei, manchmal aber auch vier Rädern. Es wird von einem Powerkite, einem stablosen Drachen mit vier Leinen, gezogen und mithilfe der Füße über die Vorderachse gesteuert. Um beim Fahren von Kurven mehr Halt und Stabilität zu haben, ist die Hinterachse bei einem Kitebuggy breiter als die Vorderachse. Beim Kitebuggyfahren, das eine Variante vom Kitesailing ist und als Sonderform zum Strandsegeln gehört, wird grundsätzlich zwischen zwei Arten unterschieden. Zum einen gibt es das Rennbuggy-Fahren, bei dem es vor allem um hohe Geschwindigkeiten und lange Distanzen geht.

Rennbuggys sind meist verhältnismäßig große und schwere Sportgeräte, die notwendig sind, um trotz hohem Tempo einen einigermaßen ruhigen Lauf zu ermöglichen. Zum anderen gibt es das Freestyle-Buggyfahren. Hier sind die Buggys deutlich kleiner und leichter, allerdings geht es auch nicht darum, möglichst hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Beim Freestyle-Buggyfahren stehen vielmehr artistische Tricks und möglichst spektakuläre Sprünge im Vordergrund.

Und so sieht es aus, wenn mehrere Kitebuggy-Fahrer unterwegs sind:

 

Mit einer Bauanleitung oder einem Bauplan ein Kitebuggy selber bauen?

Kitebuggys sind zweifelsohne faszinierende Sportgeräte und wer einmal Gefallen am Kitebuggy-Fahren gefunden hat, wird vermutlich auch nicht mehr so schnell davon loskommen. Wer sich dann dazu entschließt, diesem Funsport regelmäßig nachzugehen und nicht immer nur auf Leihgeräte zurückgreifen möchte, benötigt früher oder später ein eigenes Sportgerät. Nun sind Kitebuggys nicht ganz billig, allerdings bringt es auch nichts, am falschen Ende sparen zu wollen. Eine gute Qualität und eine sichere, stabile Verarbeitung sind sehr wichtig und machen sich spätestens beim ersten Sturz deutlich bemerkbar. Grundsätzlich ist es möglich, seinen Kitebuggy selber zu bauen und dabei durchaus auch Kosten einzusparen.

Für einen Anfänger ist ein solches Projekt aber nicht geeignet. Dies liegt einerseits daran, dass für den Bau nicht nur Wissen und Können im Bereich Metallbau, sondern auch eine Drehbank, ein Schweißgerät, eine Biege- und eine Kappvorrichtung sowie zahlreiche weitere Werkzeuge notwendig sind. Andererseits muss bekannt sein, wie sich ein Kitebuggy beim Fahren verhält. Letzteres wiederum lässt sich recht gut mit einem einfachen Strandsegler ausprobieren. Dieser ist in wenigen Minuten zusammengebaut und die Kinder können ihn als Spielzeug weiterverwenden, wenn der Vater oder die Mutter mit dem echten Kitebuggy unterwegs sind.

 

Materialien für den Mini-Strandsegler

  • 1 2 x 2cm Vierkantleiste, 35cm lang
  • 1 2 x 2cm Vierkantleiste, 24cm lang
  • 2 2 x 1cm Leisten, 12cm lang
  • 1 50cm langer Rundholzstab mit 0,8cm Durchmesser
  • 1 35cm langer Rundholzstab mit 0,8cm Durchmesser
  • 3 Holzdübel mit 0,4cm Durchmesser, 5cm lang
  • 3 runde Holzscheiben mit 8cm Durchmesser, beispielsweise aus Sperrholz
  • 4 Holzperlen
  • 1 Stück Plastikbeutel als Segel
  • 1 Ringschraube
  • Schnur
  • Holzleim

 

Bauanleitung für den Mini-Strandsegler

1.) Für den Strandsegler wird zuerst die 24cm lange Leiste mit Löchern an den schmalen Außenkanten versehen. Die Löcher werden etwa 2cm tief gebohrt und hier wird jeweils ein Dübel als Radaufhängung eingeleimt. Als nächstes wird die 35cm lange Leiste mit einer Bohrung versehen. Diese Bohrung wird auf der Oberseite 8cm von der Außenkante entfernt gearbeitet, ist etwa 1cm tief und hat einen Durchmesser von 0,8cm. Jetzt werden die beiden Leisten zu einem Kreuz verleimt, wobei die lange Leiste 6cm über die kurze Seite hinausragt.

 

Strandsegler Bauanleitung zum selber bauen

 

2.) Als nächstes werden die beiden 12cm langen Leistenstücke jeweils 1,5cm von der Außenkante entfernt mit einem 0,4cm großen Loch versehen. Diese Leisten werden dann mit einem Überstand von 6cm vorne an die lange Leiste geleimt. Bevor die Räder montiert werden können, werden diese mittig mit einem 0,5cm großen Loch versehen. Dann werden die Hinterräder auf die Dübel geschoben und mit aufgeleimten Holzperlen gesichert. Das Vorderrad wird auf den letzten Dübel gefädelt, zwischen den überstehenden Leisten platziert und auf den Außenseiten ebenfalls mit Holzperlen gesichert.

 

3.) Als Mast wird der 50cm lange Rundholzstab in das vorgebohrte Loch geleimt. Für das Segel wird das Stück Plastiktüte um den 35cm langen Rundholzstab gelegt und verklebt. Dann wird ein Stück Schnur an den Enden des Rundholzstabes verknotet, in der Mitte zu einer Schlinge gebunden und das Segel auf den Mast gehängt. Die unteren Ecken des Segels werden ebenfalls mit Schnur versehen und diese Schnüre werden an der Ringschraube fixiert, die am hinteren Ende des Strandseglers eingedreht wird.