Im Frühling, wenn die Tage wieder wärmer und länger werden, erwacht auch die Natur zu neuem Leben. Die Bäume beginnen zu sprießen, die Landschaften werden wieder grün und die ersten Blumen beginnen zu blühen. In dieser Zeit herrschen auch bei den Vögeln Frühlingsgefühle und die Zeit für den Nachwuchs naht. Allerdings haben es Vögel vor allem in Städten schwer, geeignete Nistplätze zu finden. In ländlichen Gegenden hingegen drohen andere Gefahren, beispielsweise durch Räuber wie Marder, Iltisse oder Katzen. Hier kann der Heimwerker sein Hobby mit etwas Nützlichem verbinden und die Vögel unterstützen, indem er ihnen einen oder mehrere Nistkästen baut. Einen Nistkasten zu bauen, ist nicht allzu schwer und es werden auch nur wenige Materialien benötigt. Vögel wie Meisen oder Spatzen werden den Nistkasten sicher gerne annehmen und es dem Heimwerker mit fröhlichem Gezwitscher danken.

Materialliste für einen Nistkasten

In dieser Bauanleitung wird der Nistkasten aus 2cm starkem Massivholz ohne Äste gebaut. Genauso können aber auch andere Hölzer verwendet werden, nur sollten diese unbehandelt sein. Für einen Nistkasten in dreieckiger Form werden benötigt:

  • 1 20 x 15cm große Holzplatte als Bodenplatte
  • 4 25 x 21cm große Holzplatten als Front, Rückwand und Seitenwände
  • 1 45 x 4cm großer Holzstreifen als Aufhängeleiste
  • verzinkte Stahlschrauben oder Stahlnägel

 

Bauanleitung für den Nistkasten

1. Schritt: Front und Rückwand zuschneiden

Zuerst werden zwei der 25 x 21cm großen Holzplatten dreieckig zugeschnitten. Eines der Dreiecke erhält außerdem eine Öffnung. Diese sollte einen Durchmesser zwischen 3cm und 3,5cm haben, damit der Nistkasten sowohl von Meisen als auch von Spatzen, Dompaffen und anderen Vögeln genutzt werden kann.

 

Nistkasten Bauanleitung zum selber bauen

 

2. Schritt: den Nistkasten zusammenbauen

Damit der Nistkasten etwas leichter zusammengesetzt werden kann, sollten die beiden 25cm langen Kanten der Bodenplatte gebrochen werden. Anschließend wird erst die Rückwand mit der Bodenplatte verbunden, dann die beiden Seitenteile und zum Schluss die Front. Ob die Hölzer dabei verschraubt oder genagelt werden, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen.

Der fertige Nistkasten wird dann noch mit der Aufhängeleiste ausgestattet. Diese wird an der Rückseite befestigt und dann kann der Nistkasten auch schon aufgehängt werden. Die Stelle, an der der Nistkasten aufgehängt wird, sollte geschützt sein, ideal ist beispielsweise eine Ecke. Zudem sollte der Nistkasten hoch genug aufgehängt werden.

 

Alternative: ein eckiger Nistkasten

Anstelle eines dreieckigen Nistkastens kann natürlich auch ein rechteckiger Nistkasten gebaut werden, der dann so aussieht:

Für einen solchen Nistkasten werden die gleichen Hölzer benötigt wie für den dreieckigen Nistkasten, zusätzlich wird aber noch eine 30 x 25cm große Holzplatte als Dach verbaut. Für den rechteckigen Nistkasten wird die Frontplatte dann um etwa 3cm gekürzt und auch hier wird das Einflugloch ausgeschnitten. Bei den beiden Seitenteilen werden die Oberkanten so abgeschrägt, dass die vordere Kante 3cm kürzer ist als die hintere Kante. Dann werden die Hölzer zum Nistkasten zusammengesetzt und verschraubt. Die kürzere Front und die abgeschrägten Seiten haben dabei den Sinn, dass das Dach dadurch automatisch eine leichte Neigung hat und beispielsweise Regenwasser besser abfließen kann. Auch der rechteckige Nistkasten wird dann mit einer Aufhängeleiste ausgestattet und kann an einer geeigneten und geschützten Stelle aufgehängt werden.