DIY Pinnwand: So einfach geht das

Anleitung für DIY Pinnwand
Eine praktische und zugleich dekorative DIY Pinnwand ist schnell gemacht!

Notizzettel mit Nachrichten, Terminen und Telefonnummern, Visitenkarten, Einkauflisten und Kassenbons, Fotos, Briefe: In einem Haushalt kommt schnell eine größere Ansammlung an Zetteln und Papieren zusammen. Und sie sollten einerseits nicht verloren gehen. Andererseits brauchen sie einen Platz, an dem sie jederzeit sichtbar und zur Hand sind. So eine Aufbewahrungsmöglichkeit ist eine Pinnwand. Sie wiederum lässt sich ganz einfach selber bauen. Dadurch sieht sie nicht nur schöner aus als ein gekauftes Exemplar, sondern kann ganz nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen gestaltet werden. Eine Idee für eine DIY Pinnwand stellen wir euch in dieser Anleitung vor.

Natürlich spricht überhaupt nichts dagegen, eine Pinnwand zu kaufen. Nur sehen einfache Kork-Pinnwände oft ziemlich langweilig aus. Große und originelle Pinnwände hingegen sind mitunter ganz schön teuer. Deshalb bauen wir unsere Pinnwand kurzerhand selbst.

Wir haben uns dabei eine Version ausgedacht, die gleich drei Möglichkeiten miteinander verbindet. So gibt es eine Fläche aus Kork, auf der Notizzettel ganz klassisch mit Reißzwecken oder Stecknadeln befestigt werden können. Dazu kommt eine Fläche, die mit einem Geflecht aus Gummiband bespannt ist. Hier können Nachrichten und Briefe festgeklemmt werden. Und zu guter Letzt gibt es noch eine Tafelfläche, die beschrieben werden kann.

Und wie diese DIY Pinnwand gebastelt wird, erklären wir jetzt Schritt für Schritt!

Die Materialen für die DIY Pinnwand

  • Holzplatte im gewünschten Format, zum Beispiel 60 x 50 x 0,5 cm groß
  • Korkplatte, 3 bis 4 mm stark
  • Korkkleber oder doppelseitiges Teppichklebeband
  • dünnes Gummiband
  • Bohrmaschine oder Hammer, Nagel und Zange
  • Tafelfarbe
  • Pinsel
  • Malerkrepp
  • Maßband, Bleistift, Teppichmesser und Schere
  • Acrylfarbe nach Wunsch
  • Bildaufhänger
  • Reißzwecken, Stecknadeln oder Pins, Kreidemarker und kleines Schwämmchen

Ein Wort zu den Materialien

Korkplatten gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen im Bastelbedarf. Es kann sich aber auch lohnen, im Baumarkt zu stöbern. Dort sind nämlich Korkfliesen erhältlich.

Eigentlich sind die Fliesen als Bodenbelag gedacht. Aber sie eignen sich genauso für eine DIY Pinnwand. Und für diesen Zweck reicht auch die kostengünstigste Variante völlig aus. Denn die Pinnwand ist ja nicht solchen Belastungen ausgesetzt wie ein Fußboden. Je nach Format müssen die Fliesen dann auch nicht mehr zugeschnitten werden. Und ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Korkfliesen in verschiedenen Farben angeboten werden.

Die klassischen Tafelfarben sind Schwarz und Grün. Doch im Bastelbedarf gibt es inzwischen Tafelfarbe in vielen verschiedenen Farbtönen. Dadurch könnt ihr die Pinnwand optisch so gestalten, wie es euch am besten gefällt.

Was die Holzplatte angeht, so genügt eine recht dünne Platte. Allzu viel Gewicht muss die Pinnwand nämlich tragen. Und durch eine dicke Platte kann die Pinnwand, je nach Format, ziemlich schwer werden.

Kleiner Tipp: Wer noch eine alte Rückwand von einem Möbelstück übrig hat, kann sie prima zur DIY Pinnwand verarbeiten.

So wird die DIY Pinnwand gemacht

Grafik zur DIY Pinnwand
Mit drei Feldern bietet die DIY Pinnwand Platz für allerlei Zettel und Nachrichten.

Wir teilen unsere DIY Pinnwand in drei Bereiche auf. Ein Feld wird eine klassische Pinnwand mit Kork. Das zweite Feld bekommt ein Geflecht aus Gummiband. Hier finden dann die Zettel ihren Platz, die keine Löcher abbekommen sollen. Und das dritte Feld wird eine Tafelfläche, die beschrieben werden kann.

Also, los geht’s!

1. Schritt: die Holzplatte in Felder aufteilen

Als erstes wird die Holzplatte in drei Felder eingeteilt. Dazu messt ihr euch die Felder aus und markiert sie am besten mit Bleistift.

Wir haben unsere 60 x 50 cm große Platte in der oberen Hälfte in zwei 30 x 30 cm große Bereiche unterteilt. Das linke Feld ist für die Korkplatte vorgesehen, in das rechte Feld kommt das Geflecht aus Gummiband. In der unteren Hälfte bleibt so ein 60 x 20 cm großes Feld übrig, das zur Tafel wird.

Die Aufteilung könnt ihr aber selbstverständlich so vornehmen, wie es am besten zu eurer Platte passt – und euch am besten gefällt.

2. Schritt: Löcher bohren

Bevor jetzt gleich Farbe ins Spiel kommt, bohren wir alle Löcher, die wir später brauchen werden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der Farbstrich durch das Bohren keinen Schaden nimmt.

Die Löcher bohren wir in das Feld mit dem Geflecht aus Gummiband. Wir haben dafür in diesem Feld ein Viereck mit 2 cm Abstand zu den Rändern markiert. Anschließend haben wir alle 2 cm einen Markierungspunkt gesetzt.

Dann haben wir die Holzplatte an jedem Markierungspunkt mit einem dünnen Bohrer durchgebohrt. Ein dünner Bohrer reicht aus, weil die Löcher nur etwas größer sein müssen als der Durchmesser des Gummibandes.

Tipp: Ihr müsst die Abstände aber nicht unbedingt ausmessen. Genauso ist möglich, die Löcher unregelmäßig an den Rändern entlang zu verteilen. Und wer nicht mit der Bohrmaschine arbeiten will, kann die Löcher auch mit Hammer und Nagel einschlagen.

Ein letztes Loch wird dann noch in die rechte untere Ecke der Holzplatte gebohrt. Hier werden später der Kreidemarker und das Schwämmchen befestigt.

3. Schritt: die Tafelfarbe auftragen

Jetzt ist das Feld an der Reihe, das zur Tafelfläche wird. Damit es eine ordentliche Kante bekommt, wird es an der Bleistiftlinie entlang mit Malerkrepp abgeklebt.

Dann wird das Feld mit der Tafelfarbe gestrichen. Dabei wird die Tafelfarbe wie herkömmliche Farbe mit dem Pinsel aufgetragen. Allerdings wird die Farbe mit nur einem Anstrich nicht decken. Deshalb müssen meist mindestens zwei, manchmal sogar drei oder vier Farbschichten aufgetragen werden.

Und diese Farbschichten legt ihr am besten kreuzweise übereinander. Kreuzweise meint, dass ihr die Tafelfarbe bei einer Schicht in senkrechten Bewegungen auftragt und bei der nächsten Schicht waagerecht mit dem Pinsel über die Fläche geht.

Ist der Anstrich schön gleichmäßig, muss die Tafelfarbe trocknen. Je nach Farbe und Dicke der Farbschichten kann das bis zu 24 Stunden lang dauern. Aus diesem Grund haben wir auch mit der Tafelfarbe angefangen.

4. Schritt: das Feld mit dem Gummiband gestalten

Ist die Tafelfarbe durchgetrocknet, geht es mit dem Feld mit dem Gummiband-Geflecht weiter. Je nachdem, wie eure Holzplatte aussieht und welche Optik eure DIY Pinnwand bekommen soll, könnt ihrer dieses Feld mit Acrylfarbe streichen. Auch hier macht es Sinn, das Feld zuvor mit Malerkrepp abzukleben. Die Acrylfarbe muss dann trocknen. Das geht aber ziemlich schnell.

Tipp: Wer möchte, kann das Feld auch mit einem Tapetenrest bekleben oder mit einem schön gemusterten Stoff beziehen.

Nun ist das Gummiband an der Reihe. Davon nehmt ihr ein sehr langes Stück und knüpft an einem Ende einen Knoten. Dann fädelt ihr das andere Ende vom Gummiband von der Rückseite aus durch ein Bohrloch. Der Knoten verhindert, dass das Gummiband durchrutscht.

Anschließend führt ihr das Gummiband zu einem anderen Loch und schiebt es hier hindurch. Auf der Rückseite zieht ihr das Gummiband danach wieder zu einem anderen Loch und fädelt es erneut hindurch.

Dann nehmt ihr das nächste Loch auf der Vorderseite und führt das Band wieder auf die Rückseite. So arbeitet ihr euch vorwärts, bis alle Löcher miteinander verbunden sind. Gleichzeitig entsteht dadurch nach und nach das Geflecht.

Hinweis: Ihr könnt das Gummiband in geraden Linien über die Fläche ziehen. So ergibt sich ein ordentliches Gittermuster. Oder ihr führt das Band kreuz und quer über die Fläche. Macht es so, wie es euch besser gefällt.

Ist das Gummiband verarbeitet, wird es auf der Rückseite wieder mit einem Knoten gesichert. Dann kann das überstehende Ende abgeschnitten werden.

5. Schritt: die Korkplatte auf die DIY Pinnwand aufkleben

Zwei Felder sind nun schon fertig. Fehlt nur noch das Feld mit dem Kork. Um die Korkplatte anzubringen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Teilweise haben Korkplatten eine selbstklebende Rückseite. Dann müsst ihr nur das Schutzpapier abziehen und könnt die Korkplatte auf die Holzplatte drücken.

Ist der Kork nicht selbstklebend, könnt ihr Korkkleber verwenden. Er wird gebrauchsfertig im Baumarkt angeboten. Den Korkkleber müsst ihr mit einem Zahnspachtel auf die Holzplatte auftragen. In den Kleber legt ihr dann die Korkplatte. Dabei müsst ihr aber sehr genau arbeiten, denn großartig verschieben lässt sich die Korkplatte nicht.

Einfacher geht das Verkleben mit doppelseitigem Klebeband. Ein Klebeband, mit dem auch Teppichboden fixiert wird, hält genauso gut wie Korkkleber. Das Klebeband befestigt ihr entweder auf dem Kork oder auf dem Holz. Dann zieht ihr das Schutzpapier ab und platziert die Korkplatte in dem dafür vorgesehenen Feld.

Tipp: Wer sich nicht so richtig mit Kork anfreunden kann, kann stattdessen auch eine Platte aus dickerem Moosgummi verwenden. Sie erfüllt den gleichen Zweck und ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich.

6. Schritt: die Bildaufhänger anbringen

Damit die DIY Pinnwand aufgehängt werden kann, wird sie auf der Rückseite mit Bildaufhängern ausgestattet. Wer möchte, kann natürlich auch einen Bilderrahmen verwenden.

Zum Schluss nehmt ihr ein längeres Stück Gummiband und fädelt es durch das Loch rechts unten. An einem Ende knotet ihr dann einen Kreidemarker an. Am anderen Ende befestigt ihr einen kleinen Schwamm. So sind die Utensilien zum Beschriften und Abwischen der Tafelfläche stets griffbereit.

Dann steckt ihr noch ein paar Stecknadeln, Reißzwecken oder Pins in das Korkfeld – und fertig ist die DIY Pinnwand!