Wenn von Papierfliegern gesprochen wird, denken die meisten Erwachsenen an ihre Schulzeit zurück, wo es ein großer Spaß war, einfache Papierflieger zu falten und diese durch das Klassenzimmer oder über den Schulhof gleiten zu lassen. Daran scheint sich nicht viel geändert zu haben, denn bis heute lockern Papierflieger jede noch so langweilige Schulstunde auf. Nun muss natürlich erwähnt werden, dass diese gefalteten Papierflieger nur einen sehr kleinen Teil der Papierfliegerei darstellen. So gibt es richtige Wettbewerbe und Meisterschaften mit Papierfliegern und so manches Flugzeug wurde aus einem Fliegermodell aus Papier oder Pappe entwickelt.

Für den Laien sind aber sicherlich die einfachen Papierflieger am interessantesten, wobei es hier eine ganze Reihe von Varianten gibt. In der folgenden Bauanleitung wird ein klassischer Papierflieger vorgestellt, der zwei wesentliche Pluspunkte bietet. Zum einen fliegt dieser Papierflieger gut und schnell, zum anderen ist er verhältnismäßig einfach zu falten und damit auch für Einsteiger hervorragend geeignet.

 

Das Material für den Papierflieger

  • Der Papierflieger wird aus einem Blatt Papier im Format DIN A4 gefaltet. Weitere Hilfsmittel, wie beispielsweise eine Schere oder Klebstoff, werden nicht benötigt. Als Papier eignet sich im Grunde genommen jedes normale Schreibpapier, also beispielsweise Kopierpapier, Zeichenblockpapier oder dünner Bastelkarton. Interessant dabei ist, dass das verwendete Papier Einfluss auf die Flugeigenschaften nimmt. Ein Papierflieger aus Kopierpapier fliegt also anders als ein Papierflieger aus Bastelkarton, auch wenn beide Flieger genau gleich gefaltet wurden. Weniger gut geeignet für Papierflieger sind allerdings zu dünne Papiere wie Zeitungspapier oder Seidenpapier sowie zu dicke Papiere wie Fotokarton.
  • Das Entscheidende beim Falten von Papierfliegern ist, die Kanten nach jeder Faltung ordentlich zu falzen. Wird das Papier schief gefaltet oder werden die gefalteten Kanten nicht richtig nachgefahren, wirkt sich dies sehr negativ auf die Flugeigenschaften aus. Das Falzen der Kanten gelingt übrigens am besten mit dem Fingernagel, möglich ist aber auch, die Kanten beispielsweise mit einem Lineal nachzufahren.

 

Bauanleitung für den Papierflieger

Dieser Papierflieger wird auch als Blitz bezeichnet und gefaltet wird er aus einem Blatt Papier im Format DIN A4.

 

1.) Zuerst wird das Papier der Länge nach zusammengefaltet und dann wieder auseinandergefaltet.

 

2.) Nun werden die beiden oberen Ecken bis zur Mittellinie nach unten gefaltet. Dadurch hat das Papier jetzt eine Spitze an der Oberkante.

 

3.) Die beiden neu entstandenen Ecken werden nun ebenfalls bis zur Mittellinie gefaltet.

 

4.) Jetzt wird der Papierflieger der Länge nach zusammengefaltet, so dass beide Hälften aufeinander liegen.

 

5.) Anschließend wird der Flieger quer auf den Tisch gelegt. Die lange Kante zeigt dabei nach unten. Dann wird die Hälfte des Fliegers, die einen Flügel darstellt und oben liegt, nach unten gefaltet. Dabei wird der Flügel so weit nach unten gefaltet, dass die Kante etwa 2cm von der unteren Kante entfernt liegt.

 

6.) Jetzt wird der Flieger umgedreht und die Faltung wird wiederholt. Auch auf dieser Seite wird der Flügel also bis 2cm vor der Unterkante nach unten gefaltet.

 

7.) Die untere, kurze Kante des Flügels wird jetzt etwa 2cm hoch nach oben gefaltet. Dann wird der Flieger wieder umgedreht und auch die kurze Unterkante des zweiten Flügels wird 2cm weit nach oben gefaltet.

 

8.) Jetzt müssen nur noch die beiden Flügel zu einer geraden Fläche nach oben geklappt und die kurzen Seitenkanten gerade aufgestellt werden. Danach ist der Papierflieger auch schon bereit für seinen ersten Flug.

 

Als Bild sieht die Bauanleitung für den Papierflieger so aus:

 

Papierflieger Bauanleitung zum selber falten

Und hier lassen Profis Papierflieger fliegen.