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Werkbank-Bauplan als PDF: 1500 × 600 mm mit Zuschnittliste

Die passende Höhe einer Werkbank ergibt sich nicht aus einem Plan, sondern aus der Ellenbogenhöhe der Person, die daran arbeitet. Dieser Bauplan legt deshalb Grundriss und Konstruktion fest: Arbeitsplatte 1500 × 600 × 40 mm auf einem Gestell aus Kantholz 70 × 70 und 45 × 70 mm, mit Ablage, Rückwand und zwei Seitenwänden. Die Grundfassung ist 900 mm hoch; für jede andere Höhe ändern sich nur Beinlänge und Wandhöhe, der Rechner weiter unten gibt beide aus. Den kompletten Plan gibt es als PDF zum Ausdrucken (2 Seiten, A4 quer); Maßskizze und Zuschnittliste stehen zusätzlich direkt darunter.

Maßskizze: Werkbank 1500 × 600 mm

Die Werkbank dieses Plans ist 1500 mm lang, 600 mm tief und in der Grundfassung 900 mm hoch. Die Tiefe von 600 mm lässt die Hinterkante der Platte im Stehen noch mit der Hand erreichen, die Länge passt an eine Garagen- oder Kellerwand.

Maßskizze der Werkbank in Vorder- und SeitenansichtOben Vorderansicht: Arbeitsplatte 1500 mm lang und 40 mm stark, Gestell 1300 mm lang, Arbeitshöhe 900 mm. Oberer Rahmen bündig mit den Beinen, unterer Rahmen mit Ablage 150 mm über dem Boden, dahinter die Rückwand. Unten Seitenansicht: Platte 600 mm tief, Gestell 500 mm, Seitenwand zwischen oberem und unterem Rahmen, Rückwand an der Hinterkante. Alle Maße in Millimetern.Vorderansicht15001300 (Gestell)900150RückwandAblageSeitenansicht600500 (Gestell)Seitenwandvorn links,Rückwand rechts

Das Gestell misst außen 1300 × 500 mm. Die Platte steht seitlich 100 mm und vorn wie hinten 50 mm über die Zargen. Der seitliche Überstand ist Absicht: Dort greifen Schraubzwingen, ohne dass ein Bein im Weg ist. Zwei gleich gebaute Rahmen aus Kantholz 45 × 70 mm, einer oben bündig mit den Beinen, einer 150 mm über dem Boden, tragen Platte und Ablage. Die Beine stehen innen in den Rahmenecken. Stabil gegen Wackeln wird die Bank erst durch die Rückwand und die beiden Seitenwände aus 18-mm-Plattenmaterial, die beide Rahmen verbinden. Ein Gestell nur aus verschraubtem Kantholz kann beim Sägen in Längsrichtung nachgeben, solange keine Diagonalstreben eingebaut sind.

Zuschnittliste und Bauplan als PDF

Zuschnittliste, Grundfassung 900 mm Arbeitshöhe, Maße in mm
Bauteil Stück Material Länge × Breite × Stärke
Arbeitsplatte 1 Leimholz Buche oder Multiplex 1500 × 600 × 40
Bein 4 Kantholz 70 × 70 860
Lange Zarge 4 Kantholz 45 × 70 1300
Kurze Zarge 4 Kantholz 45 × 70 410
Mittelriegel 2 Kantholz 45 × 70 410
Ablage 1 OSB/3 oder Multiplex, 18 mm 1300 × 500, vier Ecken 115 × 115 ausgeklinkt
Rückwand 1 OSB/3 oder Multiplex, 18 mm 1300 × 710
Seitenwand 2 OSB/3 oder Multiplex, 18 mm 500 × 710

Den vollständigen Bauplan gibt es hier kostenlos und ohne Anmeldung als PDF zum Ausdrucken (2 Seiten, A4 quer): Seite 1 zeigt Vorder- und Seitenansicht im Maßstab 1:10 mit allen Kennmaßen, Seite 2 die Zuschnittliste, die Einkaufsmengen und die Bauabschnitte in Kurzform. Beim Drucken auf 100 Prozent stellen, dann lassen sich Maße mit dem Lineal aus der Zeichnung abgreifen.

Einkauf für die Grundfassung:

  • Kantholz 70 × 70 mm: 3,44 m Zuschnitt. Bei Stangen von 2,5 m ergibt jede Stange zwei Beine.
  • Kantholz 45 × 70 mm: 7,66 m Zuschnitt. Bei Stangen von 2,5 m reichen vier Stück, aus jeder lassen sich eine lange und bis zu zwei kurze Teile schneiden. Aus den Resten entstehen vier Abstandsklötze von 150 mm für den Zusammenbau.
  • Plattenmaterial 18 mm: rund 2,3 m² für Ablage, Rückwand und Seitenwände. Alle vier Teile passen aus einer Platte im Format 2500 × 1250 mm.
  • Schrauben: 60 Stück 6 × 100 mm für die Rahmen und Beine, 60 Stück 4 × 40 mm für Wände und Ablage, 40 Stück 4 × 30 mm für die Plattenwinkel.
  • 8 Stahlwinkel 40 × 40 mm, bei einer Leimholzplatte mit Langloch.

Holz, Plattenstärke und Kantholzquerschnitt

Das Gestell besteht aus Kantholz: Beine 70 × 70 mm, Zargen und Riegel 45 × 70 mm. Die Arbeitsplatte ist 40 mm stark. Für das Gestell genügt gehobeltes Nadelholz, etwa Fichte oder Konstruktionsvollholz. Gehobelt ist es maßhaltiger als sägeraues Holz, und die Rahmen lassen sich sauber aneinanderlegen. Der Querschnitt 70 × 70 mm für die Beine hat einen praktischen Grund: Die Schraube 6 × 100 mm geht durch die 45 mm starke Zarge und sitzt dann noch 55 mm im Bein.

Für die Arbeitsplatte nennt der Plan zwei Werkstoffe. Leimholz aus Buche ist hart und verträgt Hammerschläge, arbeitet aber mit der Luftfeuchte quer zur Faser; deshalb sitzen die Schrauben in Langlochwinkeln und nicht fest im Gestell. Multiplex ist formstabil und kommt mit einfachen Winkeln aus. Eine OSB-Platte ist als Arbeitsfläche weicher und franst an den Kanten aus, für Ablage und Wände ist sie gut geeignet. Wer eine dünnere Platte als 40 mm verwendet, setzt in den oberen Rahmen zwei Mittelriegel statt einem, damit die Auflage enger wird und die Platte beim Hämmern weniger federt.

Arbeitshöhe aus der Ellenbogenhöhe ableiten

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe empfiehlt für Arbeit im Stehen eine Arbeitshöhe von etwa 10 bis 15 cm unter der Ellenbogenhöhe, für kraftbetonte Arbeit 15 bis 40 cm darunter. Als absolute Werte nennt sie je nach Körpergröße 85 bis 110 cm. Zum Messen für diesen Plan: stehend mit locker hängendem Oberarm und rechtwinklig gebeugtem Unterarm, vom Boden bis zur Unterseite des Ellenbogens, in den Schuhen, die in der Werkstatt getragen werden.

Der Rechner setzt innerhalb dieser Spannen einen Vorschlag dieses Plans an (kraftbetont 25 cm, gemischt 15 cm, Feinarbeit 10 cm unter dem Ellenbogen) und rechnet daraus Beinlänge und Wandhöhe. Rollen unter den Beinen zieht er von der Beinlänge ab.

Höhenrechner für diesen Plan



Arbeitshöhe 900 mm (BGN-Spanne für diese Arbeit: 900 bis 950 mm). Beinlänge 860 mm, Rückwand und Seitenwände 710 mm hoch. Alle übrigen Maße der Zuschnittliste bleiben gleich.

Bauabschnitte

Die Werkbank wird in neun Schritten gebaut: erst die beiden Rahmen, dann Beine und Wände, zuletzt Ablage und Platte. Für den Bau genügen Akkuschrauber, Handkreis- oder Kappsäge, Stichsäge, Winkel und Zollstock.

  1. Zuschneiden. Alle Teile nach der Liste zuschneiden, die Kantholzenden rechtwinklig kappen. An der Ablage die vier Ecken 115 × 115 mm mit der Stichsäge ausklinken; dort stehen später die Beine.
  2. Oberen Rahmen bauen. Auf einer ebenen Fläche die kurzen Zargen zwischen die langen legen, Außenmaß 1300 × 500 mm. Je Stoß zwei Schrauben 6 × 100 mm durch die lange Zarge ins Hirnholz der kurzen drehen, mit 4 mm vorgebohrt, damit das Holz nicht reißt. Die beiden Diagonalen müssen gleich lang sein, rechnerisch 1392,8 mm; erst dann ist der Rahmen rechtwinklig. Den Mittelriegel bei 627,5 mm ab einem Zargenende anreißen und genauso verschrauben.
  3. Unteren Rahmen bauen. Genauso wie den oberen, mit Mittelriegel; er trägt die Ablage.
  4. Beine einsetzen. Den oberen Rahmen kopfüber auf den Boden legen und die Beine in die vier Ecken stellen. Jedes Bein mit je zwei Schrauben durch die lange und die kurze Zarge befestigen.
  5. Unteren Rahmen setzen. Den unteren Rahmen auf die vier Abstandsklötze von 150 mm legen, das Gestell umdrehen und mit den Beinen von oben in die Rahmenecken setzen. So liegt die Unterkante genau 150 mm über dem Boden, während der Rahmen mit je zwei Schrauben pro Zarge an die Beine geschraubt wird.
  6. Wände anschrauben. Das Gestell aufrichten. Die Rückwand außen auf die hinteren Zargen setzen und mit Schrauben 4 × 40 mm im Abstand von etwa 150 mm in den oberen und unteren Rahmen schrauben, danach die beiden Seitenwände. Ab jetzt steht die Bank steif.
  7. Ablage einlegen. Die ausgeklinkte Platte auf den unteren Rahmen legen und in Zargen und Mittelriegel schrauben.
  8. Arbeitsplatte befestigen. Die Platte auflegen und die Überstände prüfen: 100 mm seitlich ab Zarge, 50 mm vorn und hinten. Mit acht Winkeln von unten befestigen, je drei an den langen und einer an jeder kurzen Zarge, Schrauben 4 × 30 mm. Bei Leimholz die Schraube in die Mitte des Langlochs setzen.
  9. Oberfläche. Kanten der Platte leicht brechen und die Oberfläche mit Hartöl behandeln. Leim- und Farbreste haften auf der geölten Fläche schlechter und lassen sich leichter entfernen.

Länger, auf Rollen oder mit anderen Querschnitten

Der Plan lässt sich länger, fahrbar oder mit anderen Holzquerschnitten bauen, wenn wenige Maße angepasst werden.

Längere Bank. Bei einer 2000 mm langen Platte wächst das Gestell auf 1800 mm. Lange Zargen und Rückwand werden entsprechend länger, und in jeden Rahmen kommen zwei Mittelriegel im gleichen Abstand. Der seitliche Überstand von 100 mm bleibt.

Auf Rollen. Vier Lenkrollen mit Feststeller kommen unter die Beinenden; ihre Bauhöhe wird im Rechner eingetragen und von der Beinlänge abgezogen, damit die Arbeitshöhe gleich bleibt. Für schwere Hobel- und Stemmarbeiten ist eine Bank auf Rollen weniger geeignet, weil sie trotz Feststeller nachgeben kann.

Anderes Kantholz. Wer andere Querschnitte bekommt, passt zwei Maße an: Die kurzen Zargen und Mittelriegel sind 500 mm minus zweimal die Zargenstärke lang, und die Ausklinkung der Ablage ist Zargenstärke plus Beinbreite groß. Bei 60 × 60 mm für die Beine und 45 mm starken Zargen sind das 410 mm und 105 × 105 mm. Eine eingebaute Tischkreissäge sieht dieser Plan nicht vor; dafür braucht die Platte einen Ausschnitt und eine andere Unterkonstruktion.

Weitere Möbelpläne mit Zuschnittliste stehen bei der Bauanleitung für Schubladen und in der Übersicht Bauanleitungen als PDF.

Quelle Arbeitshöhe: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN), Ergonomie konkret – Steharbeit, Stand September 2021. Konstruktion, Maße, Zuschnitt- und Mengenberechnung sind ein eigener Plan dieser Seite. Stand: Oktober 2026.

Anleitung zum Mitnehmen

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